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TV-Kritik: Die Superschweizer von anno dazumal

Der gestrige «DOK» über das 1946 am Gauligletscher abgestürzte US-Passagierflugzeug hatte viele Glanzpunkte. Aber erst eine greise Amerikanerin machte den Film zur Ausnahmeerscheinung.

Viele Schweizer haben derzeit bekanntlich ihre liebe Mühe mit den USA, weil die Amerikaner – quasi «by the way» – das Bankgeheimnis geknackt und das helvetische Selbstverständnis angeknackst haben. Da kommt ein Film wie «Drama am Gauligletscher», der die spektakuläre Rettung eines abgestürzten US-Passagierflugzeugs durch kühne hiesige Bergsteiger erzählt, gerade recht.

Und es ist ja auch eine packende Story aus den Schweizer Bergen, inklusive spektakulärem Setting (ein Passagierflugzeug bruchlandet in den vereist-verschneiten Alpen), Tiefs (der gewaltige Materialaufwand der Amerikaner verpufft) und Hochs (die Rettung glückt mit einem zierlichen Fieseler Storch) und, nicht zuletzt, einem unwahrscheinlichen Happy End (jedefrau und jedermann landen heil in der Talstation). Die «DOK»-Filmerinnen Cristina Karrer und Patricia Wagner hatten also einen exzellenten Stoff gewählt – und sie wurden ihm vollauf gerecht.

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