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TV-Kritik: Ein Mann, zwei Frauen

Der neuste «Tatort» aus Köln zeigte: Für gute Krimis braucht es keine skrupellosen Bösewichte. Menschlicher Makel reicht.

Es gibt «Tatort»-Folgen, bei denen ist der Täter in jener Sekunde bekannt, in der er zum ersten Mal ins Bild tritt. Das ist in einer Krimireihe, die auf das Whodunnit-Muster setzt, nicht optimal. Diesmal spielte es jedoch keine Rolle. «Trautes Heim» war ein Musterbeispiel für einen Krimi, der auch ohne grosses Rätselraten Spannung entwickeln kann.

Der Film begann mit der Entführung des achtjährigen Lukas Schäfer. Auf der Flucht vom Tatort überfuhr der Kidnapper den einzigen Zeugen. Warum wurde der Junge verschleppt? Erpressung? Kaum, bei der Familie Schäfer war nicht viel zu holen. Also doch Pädophilie? Die Mutter des Jungen war entsprechend verzweifelt. Ihre Schwester und ihr Schwager standen ihr zur Seite – und entlarvten sich bei «Tatort»-Routiniers mit ihrem nervös-überhilfsbereiten Verhalten sofort als Täter.

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