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TV-Kritik: Helvetia und der Winterpneu

Der «Club extra» von gestern Nacht zu den fehlenden Frauen in der Dokufiction «Die Schweizer» war eine Alibiübung. Der Lerneffekt lag ganz woanders.

Simone Meier

Ich bin Frau. Und Schweizerin. Also diese Bevölkerungsgruppe, der gegenüber Roger de Weck jetzt ein so dermassen schlechtes Gewissen hatte, dass er ihr letzte Nacht spontan zweieinhalb Stunden Sendezeit auf SRF 1 schenkte, einen zweigeteilten (wieso eigentlich?) «Club extra», unterbrochen von einer soliden Dokumentation über Sophie Taeuber-Arp.

Ich dachte natürlich, wow, diesem geschenkten Gaul schau ich jetzt ins Maul. Obwohl ich sagen muss, dass mich der Ausbruch der sogenannten Gender-Debatte anlässlich der Dokufiction «Die Schweizer», sagen wir mal, milde peinlich berührt hatte, und ich mir dachte, hallo, Mädels, da verrennt ihr euch jetzt aber, nur ruhig, es ist ja erstens nur ein gut gemeinter, aber mittelschlecht gemachter Vierteiler, und wenn ihr SRF einer ernsthaften Feminismuskritik unterziehen möchtet, dann müsstet ihr sofort für eine Abschaffung der «Landfrauenküche» plädieren. Denn: Da kochen. Frauen. In Trachten. Jahrein, jahraus. Hallo?

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