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TV-Kritik: Ihr Leben ist ein Porno

Es gibt Frauen – und es gibt Frauen. In der Realität und im Reality-TV. Die gestern ausgestrahlte Sendung «Reality Queens auf Safari» gab Einblick in diesen – sehr tiefen – Graben.

Simone Meier

Weshalb das genau so ist beziehungsweise so sein muss, begreife ich seit Jahren nicht. Wieso nämlich das Reality-TV ausschliesslich Frauen gut findet, deren Leben ein Porno ist, und zwar nicht erst ab Mitternacht, sondern spätestens ab 20 Uhr. Aber offenbar vermuten die Fernsehmacher hinter der Verbindung von dumm und oft nackt das Geheimnis für gute Quoten. Dass das nicht stimmt, hat ja bis vorgestern «Wild Girls – auf High Heels durch Afrika» (RTL) bewiesen, die Sendung ist ja quotenmässig abgesoffen wie ein Sack voll Silikonimplantate (jaja, Silikon schwimmt wirklich nicht).

Vielleicht wirds jetzt mit «Reality Queens auf Safari» auf Prosieben minimal besser, denn es nimmt daran das derzeit geilste Teil teil, Pardon, die bekannteste deutsche C-, D- oder E-Promidame neben Daniela Katzenberger: nämlich Micaela Schäfer. Kennen Sie nicht? Also, die Schäfer stammt aus Leipzig und lebt in Berlin, sie war schon Miss Ostdeutschland, Miss Venus und Miss Tempelhof und wurde in der allerersten Staffel von «Germany’s Next Topmodel» ein bisschen bekannt, aber leider nicht sehr, und seither hat sie sich aufs öffentliche Ausziehen spezialisiert und macht in jeder deutschen Einkaufszone und gerne mal auch in einer U-Bahn Nacktkack. Das Fernsehen: immer gerne dabei.

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