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TV-Kritik: Jean-Louis B. und das Versagen der Justiz

Warum dürfen verwahrte Gewaltverbrecher spazieren gehen? Der gestrige «Club» wollte über konkrete Fakten diskutieren – und förderte dabei viel Allgemeines über den Strafvollzug zutage.

Nicole Dill: «Wir Opfer geraten immer wieder in Vergessenheit. Es darf nicht sein, dass das Wohl eines gemeingefährlichen Gewaltverbrechers vor die Sicherheit der Bevölkerung gestellt wird.»
Nicole Dill: «Wir Opfer geraten immer wieder in Vergessenheit. Es darf nicht sein, dass das Wohl eines gemeingefährlichen Gewaltverbrechers vor die Sicherheit der Bevölkerung gestellt wird.»
SF
Jeannette Brumann: «Die Gemeingefährlichkeit von Gewaltverbrechern kann man abklären. Trotzdem bekommen einige von ihnen immer wieder Hafturlaub. Das darf nicht sein.»
Jeannette Brumann: «Die Gemeingefährlichkeit von Gewaltverbrechern kann man abklären. Trotzdem bekommen einige von ihnen immer wieder Hafturlaub. Das darf nicht sein.»
SF
Der «Club» zum Fall Jean-Louis B.: Moderatorin Christine Maier führte souverän durch die Sendung, konnte aber keine richtig packende Diskussion in Schwung bringen.
Der «Club» zum Fall Jean-Louis B.: Moderatorin Christine Maier führte souverän durch die Sendung, konnte aber keine richtig packende Diskussion in Schwung bringen.
SF
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Es war eine zweigeteilte Gesellschaft, die gestern im «Club» zusammenfand. An der Seite von Moderatorin Christine Maier sassen die beiden Frauen: Nicole Dill, Opfer eines Gewaltverbrechens, und Jeannette Brumann, deren Tochter 1993 ermordet wurde. An den Flanken der Diskussionsrunde befanden sich die Vertreter der Justiz, des Gefängnisvollzugs und der Psychiatrie – allesamt Männer und Experten auf ihrem Gebiet, ins Studio gekommen, um zu Maiers kritischen Fragen Stellung zu nehmen.

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