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TV-Kritik: SF hinters weisse Licht geführt

In der Doku «Jenseits retour» begleitete das Schweizer Fernsehen drei Personen mit Nahtoderfahrungen. Es war wirklich eine gruslige Sendung.

Philippe Zweifel

Es war fast vorbei für Hans Fickler, nachdem er versehentlich eine Überdosis Schmerzmittel zu sich genommen hatte. Im Nachhinein beschreibt er den Moment seines Nahtodes als «vollkommene Glückseligkeit, ein Schweben in hellen Strahlen und Musik – als würde einem jemand Licht auf die Seele tätowieren.» Die seltsame Episode stammt nicht etwa aus einem Groschenroman, sondern aus der SF-Doku «Jenseits und Retour». Die Journalistin Nicole Vögele befasst sich darin mit drei Personen, die ein Nahtoderlebnis hatten.

Neu ist das Thema nicht. Immer wieder berichten Menschen, etwa nach einem Herzstillstand, von erstaunlichen Eindrücken: von Lichtern, Tunneln, Musik, vom Verlassen des eigenen Körpers. Einige glauben, in einer Zwischenwelt verstorbene Verwandte oder Freunde getroffen zu haben. So auch Hans Fickler, der nach seinem Nahtod-Erlebnis vor fast 50 Jahren zu träumen begann. Der heute 78-Jährige sieht Landschaften und Gegenstände, die ihn schliesslich in die USA führten, wo er glaubt, schon einmal gelebt zu haben.

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