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TV-Kritik: Steuerstreit für Fortgeschrittene

Gestern diskutierte man im «Club» den Steuerstreit mit Deutschland. Moderatorin und Zuschauer waren überfordert.

Zuerst dachte man noch, es sei ein 1.-April-Scherz. Inzwischen hat sich der Haftbefehl gegen drei deutsche Steuerfahnder nicht nur als wahr, sondern als veritables Dilemma entpuppt: In Deutschland haben die Beamten ihren Job gemacht, in der Schweiz ein Verbrechen begangen. Man könnte auch sagen: Hier die Deutschen, die die Moral auf ihrer Seite wissen, weil sie reiche Steuerflüchtlinge jagen. Dort die Schweizer, die ihre wirtschaftlichen Interessen verteidigen.

Eine spannende Ausgangslage für den «Club». Denn wie will man in dieser Situation zu einer Lösung gelangen? Beide Seiten haben recht. Und wer der Ansicht ist, dass in der gleichen Sache doch nicht jede Seite recht haben kann, hat auch wieder recht. Die Diskussion verlief zuerst dennoch betulich. FDP-Nationalrat Philippe Müller erklärte die aufgeheizte Situation mit dem Wahlkampf in Deutschland. Auch SF-Wirtschaftsredaktor Reto Lipp prophezeite, dass der Spuk nach den Wahlen vorbei ist. Und Peter V. Kunz, Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Bern, konstatierte einen «Sturm im Wasserglas».

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