US-Fernseh-Ikone Mary Tyler Moore gestorben

Sie gilt als Vorreiterin eines feministischen Rollenbilds. Mit «The Mary Tyler Moore Show» hat sie die 70-er geprägt. Die mehrfache Emmy-Preisträgerin wurde 80 Jahre alt.

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US-Fernsehstar Mary Tyler Moore ist tot. Moore, die in den 70er Jahren mit der Fernsehsendung «The Mary Tyler Moore» zu einer feministischen Vorreiterin in der US-Filmindustrie wurde, starb im Alter von 80 Jahren, wie ihre langjährige Sprecherin Mara Buxbaum am Mittwoch mitteilte. Moore litt an Diabetes und hatte sich 2011 einer Gehirnoperation unterziehen müssen. Medienberichten zufolge starb die TV-Ikone in einem Krankenhaus im Bundesstaat Connecticut.

Die Schauspielerin, Produzentin und mehrfache Emmy-Preisträgerin hatte ihren Durchbruch Anfang der 60er Jahre in der Rolle einer Hausfrau in «The Dick van Dyke Show». Fernsehgeschichte schrieb Moore mit «The Mary Tyler Moore Show» in den 70er Jahren, in der Moore eine alleinerziehende Karrierefrau und Fernsehreporterin spielte, und damit ein für die damalige Zeit revolutionäres feministisches Rollenbild vorgab. Für ihre Rolle in Robert Redfords Familiendrama «Eine ganz normale Familie» («Ordinary People», 1980) erhielt sie eine Oscar-Nominierung.

Stars trauern um die TV-Hausfrau

Die Sitcom «The Mary Tyler Moore Show» lief von 1970 bis 1977 über sieben Staffeln. Das «Time Magazine» kürte sie zu einer von 17 Fernsehshows, die das «Fernsehen veränderten». Später produzierten die insgesamt dreimal verheiratete Moore und ihr damaliger Ehemann Grant Tinker weitere TV-Strassenfeger wie «Polizeirevier Hill Street» («Hill Street Blues»), «Chefarzt Dr. Westphall» («St. Elsewhere») und «Remington Steele» mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle.

US-Fernsehstar Oprah Winfrey würdigte Moore als eine ihrer frühen Inspirationsquellen. Als sie als Kind «Mary Tyler Moore» gesehen habe, «wollte ich Mary sein», sagte Winfrey.

Moore habe die Welt für alle Frauen verändert, twitterte TV-Moderatorin und Komikerin Ellen DeGeneres und kondolierte der Familie.

Moore sei eine liebe Freundin und «wahrhaft grossartige Person gewesen, eine Kämpferin», schrieb Talkshow-Moderator Larry King auf Twitter.

(foa/AFP)

Erstellt: 26.01.2017, 05:49 Uhr

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