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Wie weiter mit Michelle Hunziker?

Die Samstagabendkiste auf Pro7 ist zurzeit eines der besseren TV-Formate. Die Stärke der Spielshow ist die Vielstimmigkeit: Neben Stefan Raab, der gegen einen Kandidaten spielt, hat es einen launigen Kommentator und einen witzigen Moderator als Spielleiter. Hatte es, muss man bei letzterem sagen, denn am 4. Juni debütierte Steven Gätjen als Nachfolger von Matthias Opdenhöven. «Gätjen geht gar nicht», titelte der «Stern» nach der Premiere. Diese Spielleitung wäre ein klarer Fall für Michelle Hunziker: Schon bei «Wetten dass ..?» zeigte sie, dass sie eigentlich den Laden schmeisst und weiss, wies weitergeht, während Thomas Gottschalk durch die Sendung schwatzte und schäkerte.
Eine Wasserstoff-Blondine aus Ludwigshafen kann nicht durch eine echte aus Ostermundigen ersetzt werden. Für Katzenbergers Proleten-TV müsste Hunziker sich falsche Augenbrauen auf die Stirn tätowieren lassen und ihre italienischen Designerkleider durch Modelle aus dem Kik-Textil-Diskont ersetzen. Die paar lumpigen Euros, die eine Cocktailbar in Rimini abwerfen würden, hat sie zudem längst nicht mehr nötig. Zu befürchten wäre auch, dass sie vor laufender Kamera auf dem Schragen eines schmierigen Busendoktors landet. Das wünschen wir niemandem.
Als Moderatorin der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» wurde sie 2003 in Deutschland erst richtig bekannt. Eigentlich passt sie als hübsche, einfühlsame und nicht ganz blöde Blondine perfekt in solche Sendungen. Doch erstens würde ihr dort einmal mehr ein Mann mit einer grossen Klappe vor die Nase gesetzt werden – und zweitens sollte Hunziker endlich die Nummer eins ihrer eigenen Show werden.
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