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Zürich am Vierwaldstättersee

Wieso spricht in den Luzerner «Tatort»-Folgen niemand den lokalen Dialekt? Weil man sich an der Realität ausrichte, heisst es bei SRF.

Philippe Zweifel

Nach der Ausstrahlung des neusten Schweizer «Tatorts» gehen die Wogen wieder hoch. Die einen fanden die Folge den besten helvetischen Beitrag bis dato, die anderen enervierten sich ob der einseitigen Darstellung der Fasnächtler. Was abgesehen vom Inhalt zu reden gab, war das Dialektwirrwarr. Wie schon in den vorherigen Folgen war kaum Luzerner Dialekt zu hören.

Dabei war Lokalkolorit im «Tatort» von Anfang an Teil des Sendungskonzepts. Der Grund dafür ist die Struktur der ARD: Jede Landesanstalt verfügt über ein Ermittlerteam, auch die Schweiz und Österreich dürfen eines stellen. Bisweilen dampft da die Heimattümelei, etwa bei der Stuttgarter Staatsanwältin, die sich durch die Fälle schwäbelt. In Berlin oder Köln wiederum ist das sprachliche Lokalkolorit verschwunden, die Ermittler sprechen dialektneutrales Hochdeutsch.

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