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Giacomettis Blick auf die Welt

Künstler schauen – das ist klar. Wie aber Alberto Giacometti den Akt des Sehens selbst zum Thema seiner Arbeit machte, zeigt die Ausstellung «Das Sehen im Werk» im Kunsthaus Zürich.

Ist es das Ziel eines Museums oder einer Stiftung, das Werk eines einzigen Künstlers ständig präsent zu halten, scheint das Material irgendwann ausgeschöpft. Dieses Problem kennt man vom Umgang mit dem Werk von Paul Klee – und mit demjenigen von Alberto Giacometti, dessen wichtigste Werkgruppe durch die Giacometti-Stiftung im Kunsthaus beheimatet ist. Nun wird dort eine neue Gruppierung präsentiert, bei der sich auf den ersten Blick hin leicht sagen liesse, das sei doch alles grösstenteils bereits bekannt, bereits gesehen.

Dem ist so und doch nicht: weil der Ausstellungs- und Stiftungskurator Christian Klemm durch neue Akzente immer wieder neue Perspektiven eröffnet. Im Fokus steht jetzt die Frage, welche Rolle das Sehen im Werk von Alberto Giacometti spielt, der einmal notierte, die Kunst sei nichts anderes als ein Mittel, um zu sehen, um sehen zu können.

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