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Halbstarke Helden

Als autodidaktischer Fotograf hielt Karlheinz Weinberger in den Sechzigern die Zürcher Töfflibuben fest. Jetzt ist sein Werk über die Gegenkultur in Basel im Museum für Gegenwartskunst zu sehen.

Konrad Tobler

«Halbstarke» – das war in den Sechzigern ein übles Schimpfwort. Es bezog sich auf Jugendliche, die in Jeans herumlungerten, Haartollen trugen, auf Töffli knatternd durch die Gegend fuhren. Es waren jene Jugendlichen, die in Quartieren wohnten, die man als Arbeiterquartiere bezeichnete; es waren jene, vor denen ein bürgerlich behütetes Kind in der Schule Respekt, wenn nicht gar Angst hatte – weil da das Andere der Gesellschaft augenfällig sichtbar wurde.

Gibt man bei Wikipedia das Schlagwort «Halbstarke» ein, erscheint in der Literaturliste als Erstes der Name Karlheinz Weinberger, mit einer Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich im Jahr 2000. Jetzt widmet das Basler Museum für Gegenwartskunst dem Zürcher Fotografen eine Ausstellung, die zuerst einen Umweg über die Vereinigten Staaten nehmen musste: «Intimate Stranger» wurde vom Swiss Institute in New York organisiert und versammelte das Werk des Autodidakten Weinberger (1921–2006) erstmals in einem Überblick.

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