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Herzog & de Meurons Wunderkammer

Die beiden Star-Architekten aus Basel, Jacques Herzog und Pierre de Meuron, haben ein Kabinett für ihre Arbeiten eingerichtet.

Den Begriff «Schaulager» vermeiden die Architekten Herzog & de Meuron tunlichst. Sie wollen bewusst keine Verbindung zum ebenfalls von ihnen erbauten Schaulager in Münchenstein schaffen und sprechen deshalb lieber von einem Kabinett. «Kabinett ist ein intimer Begriff, er steht für etwas, das über Jahrzehnte entstanden ist und mit Sorgfalt betreut wird und trotz seinen umfangreichen Beständen überschaubar bleiben soll», meinte Jacques Herzog.

Dass die beiden berühmten Basler Architekten auf dem Dreispitz eine Mischung zwischen Schau- und Lagerraum planen, sickerte schon früher durch. Gestern wurden die 3000 Quadratmeter grossen Räumlichkeiten erstmals den Medien vorgestellt. Gleich­zeitig gaben Pierre de Meuron und Jacques Herzog bekannt, dass sie eine gemeinnützige Stiftung gegründet haben, damit der Nachlass der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. «Unser ­zentrales Anliegen ist es, dass der gesamte Inhalt des Kabinetts in Basel seinen permamenten Standort behält und dadurch zum kulturellen Reichtum unserer Stadt, der uns ein Leben lang beflügelte, beitragen kann», erklärte Herzog und fügte hinzu: «Mit der Gründung des Kabinetts wollen wir zudem der Erbschaftsproblematik ausweichen und unseren Nachlass dem Kunst­handel entziehen.»

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