Kurzfilm der Woche

Hilfe, ich werde zum Monster!

Im heutigen Kurzfilm verschwindet plötzlich alles.

Nichts kann ihm entfliehen: Paul in «Metanoia».


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Metanoia – das altgriechische Wort steht einerseits für Reue und Busse, andererseits für Sinneswandlung. Eine etwas andere Sinneswandlung erlebt auch der Protagonist des gleichnamigen Animationsfilmes «Metanoia».

Eigentlich beginnt Paul seinen freien Tag so wie immer. Er kocht sich eine Kanne Tee, schenkt der Katze ein bisschen Milch ein und setzt sich gemütlich vor den Fernseher. Doch so angenehm der Tag beginnt, so schrecklich endet er. Plötzlich gräbt sich eine Fliege in Pauls Gesicht, Pauls Katze verschwindet, die Zimmerpflanze wird von grauen Tentakeln, die aus Pauls Arm spriessen, verschlungen – die Ehefrau wird eingesaugt. Alles ungewollt.

Viel Liebe zum Detail

Im Kurzfilm «Metanoia» von Moritz Flachsmann, Etienne Mory und Remo Scherrer wird Paul zu einem grossen grauen Monster, das alles, was ihm in die Quere kommt, absorbiert. Während das Monster immer grösser und stärker wird, werden die Menschen um ihn herum immer weniger.

«Metanoia» wurde von den drei Animationsfilmemachern Flachsmann, Mory und Scherrer als Abschlussfilm an der Hochschule Luzern produziert. Der animierte Science-Fiction-Film zeigt viel Liebe zum Detail: Während das Monster alles in sich aufsaugt, sind überall winzig kleine Menschen zu sehen, die allesamt durch die Luft geschleudert werden.

Flachsmann, Mory und Scherrer zeigten ihren Film «Metanoia» unter anderem am International Short Film Festival in Lwiw, Ukraine, oder am «Mumia – Underground Animation World Festival» in Belo Horizonte. (van)

Erstellt: 01.07.2016, 15:02 Uhr

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Produktion

«Metanoia» von Moritz Flachsmann, Etienne Mory und Remo Scherrer. Schweiz 2013. 5 Min. Produktion: Hochschule Luzern.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Swiss Films

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und die positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

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