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«Ich habe das Gefängnis der Bande dessinée aufgebrochen»

Avantgardist Eric Lambé hat mit seinen Werken langweilige Wiederholungen in der Comicwelt überwunden. Er ist jetzt Artist in Residence am Comixfestival Fumetto in Luzern.

Eine Seelenreise in grobgestrichelte Dunkelheit: Éric Lambés Opus magnum «Le fils du Roi».
Eine Seelenreise in grobgestrichelte Dunkelheit: Éric Lambés Opus magnum «Le fils du Roi».
Éric Lambé
Das Grauen, das ein Kugelschreiber erzeugt hat: Vier Panels aus «Le fils du Roi».
Das Grauen, das ein Kugelschreiber erzeugt hat: Vier Panels aus «Le fils du Roi».
Éric Lambé
«Das Rohe» habe er sichtbar machen wollen, sagt Comiczeichner Éric Lambé über seine Künstlerbiografie «alberto G.».
«Das Rohe» habe er sichtbar machen wollen, sagt Comiczeichner Éric Lambé über seine Künstlerbiografie «alberto G.».
Éric Lambé
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33 mal 33 cm Karton, ein blauer Kuli – und ein über vier Jahre dauerndes ­Ringen: Da geizte einer mit dem Material und ging mit dem Wollen in die Vollen. So entstand, was 2012 im In- und Ausland als Krönung der neunten Kunst gefeiert wurde und als Opus magnum des belgischen Comic-Avantgardisten Eric Lambé: «Le fils du Roi». Es ist eine wortlose Seelenreise aus gekreuzten Kugelschreiber-Strichen, ein Organismus aus nah herangezoomten Momentaufnahmen, aus leitmotivischen Blitzen, die der grob gestrichelten Dunkelheit abgerungen wurden: Augäpfel, Frauenköpfe, Galgenschlingen, Geburt und Tod.

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