Zum Hauptinhalt springen

Ich habe mich entmaterialisiert

Kann man seinen gesamten Besitz auf 250 Dinge reduzieren? Der Zürcher Ökonom Alan Frei findet: Man kann. Und erhöht damit erst noch seine Lebensqualität.

Der britische Künstler wollte sich fernab jeder Zivilisation niederlassen und dazu einen Toaster selbst bauen. Bei der «Analyse» eines herkömmlichen Toasters stellte er fest, dass der aus mehr als 400 Einzelteilen bestand. Sein eigenes Modell ist wesentlich einfacher.
Der britische Künstler wollte sich fernab jeder Zivilisation niederlassen und dazu einen Toaster selbst bauen. Bei der «Analyse» eines herkömmlichen Toasters stellte er fest, dass der aus mehr als 400 Einzelteilen bestand. Sein eigenes Modell ist wesentlich einfacher.
Daniel Alexander/Courtesy Victoria & Albert Museum
Der Berliner Architekt stellt Möbel her, die einfach und billig nachzubauen sind. Er orientiert sich dabei nicht an IKEA, sondern an den grossen Namen des Schweizer Designs wie Johannes Itten und Max Bill.
Der Berliner Architekt stellt Möbel her, die einfach und billig nachzubauen sind. Er orientiert sich dabei nicht an IKEA, sondern an den grossen Namen des Schweizer Designs wie Johannes Itten und Max Bill.
Van Bo Le-Mentzel
Der russische Künstler hat eine Sammlung von 2000 selbstgemachten Objekten zusammengetragen. Dazu gehört dieser aus der Not geborene Badewannenstöpsel der Familie Vasiliev, die zu einer Badewanne kam, aber ohne Stöpsel. Der Vater baute ihn sich selbst - aus einer Gabel und Schuhsohlengummi.
Der russische Künstler hat eine Sammlung von 2000 selbstgemachten Objekten zusammengetragen. Dazu gehört dieser aus der Not geborene Badewannenstöpsel der Familie Vasiliev, die zu einer Badewanne kam, aber ohne Stöpsel. Der Vater baute ihn sich selbst - aus einer Gabel und Schuhsohlengummi.
Vladimir Arkhipov/Barbarian Gallery
1 / 6

Ich komme aus einem überfüllten Haushalt. Das grosse Bauernhaus, in dem ich aufwuchs, war bis unters Dach vollgestopft. Als wir das Haus nach dem Tod meines Vaters räumten, zeichneten sich auf der Tapete die Konturen von Dingen ab, die jahrzehntelang niemand in die Hand genommen hatte. Mag sein, dass das ein Spleen der Nachkriegsgeneration ist, der man ewig eintrichterte, ja nie etwas wegzuwerfen. Mich jedenfalls hat dieses Gefühl des «viel zu viel» ­immer gestört.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.