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In Sachen Sadomaso

Aus Leid wird Lust und Geld: Die Soziologin Eva Illouz veredelt den Trivialroman «Fifty Shades of Grey» in einem Essayband, die Regisseurin Sam Taylor-Johnson verfilmt den Stoff demnächst.

Simone Meier
Schöner leiden: Leder, Lack und andere Delikatessen machen Christian Grey und Ana Steele in 'Fifty Shades of Grey' total glücklich.
Schöner leiden: Leder, Lack und andere Delikatessen machen Christian Grey und Ana Steele in 'Fifty Shades of Grey' total glücklich.
Adam Butler, Keystone
Die Bondage-Queen: In der Abgeschiedenheit von Schottland erfand E.L. James ihre Trilogie der Lust.
Die Bondage-Queen: In der Abgeschiedenheit von Schottland erfand E.L. James ihre Trilogie der Lust.
Jeffrey M. Boan, Keystone
Sie macht aus dem Buch den Film: Die Britin Sam Taylor-Johnson (als Künstlerin nennt sie sich Sam Taylor-Wood).
Sie macht aus dem Buch den Film: Die Britin Sam Taylor-Johnson (als Künstlerin nennt sie sich Sam Taylor-Wood).
Carlo Allegri, Keystone
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Vor exakt einem Jahr, als der erste Band auf Deutsch erschien, waren es 15 Millionen. Jetzt sind es mehr als 70. Man muss sich das vorstellen: 70 Millionen Exemplare wurden weltweit von der Trilogie «Fifty Shades of Grey» von E. L. James verkauft. 70 Millionen Mal feierten Mauerblümchen Ana Steele und Multimillionär Christian Grey ihre SadomasoSex-Orgien. Jetzt sind wir in die Phase der Veredelung der Schundliteratur eingetreten. In die Phase der Nobilitierung des Trivialen durch kluge Frauen. «Fifty Shades of Grey», die Utopie, dass sich seelisches Leiden an einer Beziehung durch körperlichen Schmerz in pure Lust auflösen lässt, ist das postfeministische Volksmärchen unserer Tage.

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