«Der Bösewicht war immer ein Italiener»

Liess Mexiko mit viel Geld das Drehbuch des neuen James-Bond-Streifens «Spectre» umschreiben? Nun hat sich Produzent Michael G. Wilson dazu geäussert.

«Wir hatten schon immer eine mexikanische Schauspielerin»: Michael G. Wilson mit Stephanie Sigman.

«Wir hatten schon immer eine mexikanische Schauspielerin»: Michael G. Wilson mit Stephanie Sigman. Bild: Keystone

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Der Produzent des neuen James-Bond-Streifens «Spectre» hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Drehbuch des Films sei unter finanziellem Druck vonseiten Mexikos verändert worden. «Es steht nichts in dem Skript, das wir nicht vorher gehabt haben. Der Bösewicht war immer ein Italiener (...) das haben wir bereits in Rom aufgenommen», sagte Michael G. Wilson am Mittwoch.

Zuvor hatte die Internetseite Tax Analysts berichtet, durchgesickerte Emails liessen den Schluss zu, dass unter anderem die Identität des Schurken, sein auserkorenes Opfer und einige Filmszenen durch Anfragen aus Mexiko beeinflusst worden seien. Statt des Bürgermeisters von Mexiko-Stadt sollte eine internationale Persönlichkeit ins Visier des Schurken «Sciarra» geraten, hiess es. Auf dem Spiel hätten finanzielle Vergünstigungen und Subventionen gestanden.

Teile der Altstadt werden geschlossen

Auf die Frage, ob das Land angeblich auch eine mexikanische Schauspielerin als Bond-Girl «Estrella» platzieren wollte, sagte Wilson:«Wir hatten schon immer eine mexikanische Schauspielerin, die diesen Teil spielt.» Die Rolle hat die Mexikanerin Stephanie Sigman inne. Städtische Vertreter in Mexiko-Stadt wollten sich zu dem Fall nicht äussern.

Für die Dreharbeiten zu dem neuen Bond werden ab Donnerstag Teile der historischen Altstadt von Mexiko-Stadt geschlossen. Wie beim bislang letzten Bond-Streifen «Skyfall» führt auch diesmal wieder Sam Mendes Regie. Die Crew um Hauptdarsteller Daniel Craig wollte laut Plan neben Mexiko auch in London, Italien, Marokko und Österreich drehen. (sda)

Erstellt: 19.03.2015, 07:16 Uhr

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