Eine Art Rockstar

Der Schauspieler Jan Bülow spielt im Film die deutsche Popikone Udo Lindenberg. Zu Drehbeginn war er als Hamlet in Zürich – wo er auch trommeln lernte.

So wie bei «Hamlet» auf der Bühne geht es auch im Film um die Frage des (Über-)Lebens: Jan Bülow als Udo in «Lindenberg!». Foto: PD

So wie bei «Hamlet» auf der Bühne geht es auch im Film um die Frage des (Über-)Lebens: Jan Bülow als Udo in «Lindenberg!». Foto: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Abend des 13. September 2018 fiel ein junger Mann vom Himmel auf die Bühne des Zürcher Schauspielhauses. Der Unbekannte war zweiundzwanzig Jahre alt und hiess Jan Bülow. So stand es im Programmheft, und man staunte über die schnoddrige Verwegenheit, die er auf dem Foto verströmt. Immerhin würde der Typ mit der hohen Stirn und den leicht sich nach unten biegenden Augenwinkeln, die ihm etwas Halbstarkes verleihen, gleich die Hauptrolle aller männlichen Hauptrollen spielen: Hamlet.

135 Minuten und sechs Leichen später verneigte sich der vom Reden, Hadern und Fechten angezählte Held vor dem Premierenpublikum. Statt Erleichterung stand ihm die Angst ins Gesicht geschrieben; die Augen waren aufgerissen, als fürchteten sie den Daumen des Imperators. Sein oder Nichtsein? Das war seine Frage.

Die Antwort brach mit einem Applaus über den Schauspieler herein, wie er ihn noch nie erlebt hatte. Und nicht nur die Menschen auf den guten Sitzen konnten sehen, wie die Starre in seinem Gesicht einem Staunen wich, in das sich ein ungläubiges Lächeln drückte.

«Fanden die mich wirklich gut?»

Sein nächster Gedanke, erzählte Jan Bülow später, war wieder eine Frage: «Fanden die mich wirklich gut? Mich kennt doch keine Sau.» Um seine Verwunderung zu verstehen, muss man wissen: Der Mann war zu dem Zeitpunkt in seiner Heimatstadt Berlin Absolvent einer Schauspielschule, wo er nicht weiter auffiel, höchstens durch seine 190 Zentimeter Körperlänge und das leicht schief sitzende Gesicht, das zu keiner vernünftigen Rolle zu passen schien, schon gar nicht zu einer Heldenrolle.

Zudem hatte dieser Bülow noch keine Zeile vor mehr als achtzig Nasen vorgetragen. Seine Kritiker waren Dozenten und Kommilitonen, kein Journalist hatte je über ihn geschrieben. Dann lud Regisseurin Barbara Frey den Berliner zum Vorsprechen ans Schauspielhaus Zürich ein und liess ihn jenen berühmten Monolog aufsagen, der mit den Worten «Sein oder Nichtsein» beginnt.

«Fällt denen nichts Originelleres ein?», wunderte sich Bülow, der glaubte, die Wahl des Textes sei zufällig, schliesslich weiss jeder: Rollen wie Hamlet sind hochdekorierten Bühnentieren vorbehalten, ein Markstein in einer Karriere, die bei Bülow noch nicht einmal begonnen hatte. Selbst für Barbara Frey war der Monolog nur ein Sondieren gewesen, kein fester Beschluss, den «Hamlet», eines der meistgespielten Stücke überhaupt, ins Programm zu nehmen.

Doch dann sah sie etwas in Bülow – eine Verletzlichkeit, eine Melancholie, eine Wut –, was sie in ihrer Ahnung bestärkt haben muss: Nur er würde die Rolle spielen können, wie sie ihrer Vorstellung entsprach. Und so kam es, dass Shakespeares Tragödie zur zweitletzten Inszenierung Freys als Intendantin am Zürcher Schauspielhaus wurde und ein langer Unbekannter das Publikum mit aufgerissenen Augen hypnotisierte.

«Es ist ja total irre, seine Karriere mit dieser Rolle zu beginnen», platzte es am nächsten Tag auf der Terrasse der Schauspielhauskantine aus Bülow heraus, der, noch immer aufgewühlt vom Vorabend, eine Fluppe nach der andern im Aschenbecher versenkte.

«So viel Text auf einmal habe ich in meiner ganzen Schauspielschulzeit nicht auswendig gelernt. Da freut man sich, wenn es am Ende körperlich wird und sich alles in diesem Fechtkampf entlädt. Endlich etwas Konkretes, nach all dem Hadern und der Ladehemmung! Und als ich dann meinen Einzelapplaus erhielt, da war das so ein Rockstar-Moment, den ich genossen habe, aber gleichzeitig war er mir unangenehm. Ich fand es komisch, den Ruhm für mich allein abzuholen, denn Theater ist ja immer Teamarbeit.» Das unterscheidet den Rockstar vom Schauspieler.

«Wir müssen den Jan jetzt ein bisschen schützen»

Fünfzehn Monate später. Jan Bülow sitzt in Denkerpose auf den Stufen zum Wiener Burgtheater, seinem neuen künstlerischen Zuhause, und lässt sich für ein österreichisches Magazin fotografieren. Blaue Feuerwehrhose mit Galonstreifen, roter Rollkragenpulli, Pagenfriese. Bülows PR-Agentin, die ihm mütterlich den Mantel hält, sagt: «Wir müssen den Jan jetzt ein bisschen schützen, der geht ja gerade voll durch die Decke. ‹Spiegel›, ‹Rolling Stone› – alle wollen mit ihm reden.»

Nun ist das plötzliche Medieninteresse an Bülow weniger seinem Zürcher «Hamlet» zu verdanken als der verlässlichen Breitenwirksamkeit des Kinos. Die Leinwand (bzw. das Tablet) war für Bühnenschauspieler schon immer eine Art Berühmtheitsbeschleuniger und hat aus so manchem verdienten Darsteller einen Star gemacht. Da kann das Theater nicht mithalten.

Auch Jan Bülow gibt es nun im Kino zu bewundern, und zwar in der Filmbiografie «Lindenberg! Mach dein Ding» von Hermine Huntgeburth. Dort spielt er, schön schusselig und trotzdem immer arschcool, den jungen Jazzschlagzeuger Udo Lindenberg auf der Suche nach seiner musikalischen Identität.

Die Geschichte beginnt in der westdeutschen Provinz Anfang der Fünfzigerjahre, wo der Vater sturzbetrunken eine Arie auf dem Stubentisch grölt, bevor er die Mutter vor den Kindern verprügelt; führt weiter durch die Bars, Puffs und Musikkneipen der Hamburger Reeperbahn, die Sohn Udo auf der Flucht vor dem Familienmief magisch anzieht; macht einen Abstecher nach Tripolis, wo der Siebzehnjährige als Drummer in einer R&B-Band amerikanische Soldaten bei Laune hält; taumelt zwischen Absturz und Grössenwahn bis zum ersten Plattenvertrag und endet 1973 mit dem legendären Auftritt Lindenbergs und seines Panikorchesters in der Hamburger Musikhalle.

Dort, in den Eingeweiden des Backstage-Labyrinths, Minuten vor Konzertbeginn, das Publikum donnert schon mit den Füssen, begegnen wir im Spiegel der Künstlergarderobe erneut jenen einsamen, vom Lampenfieber aufgerissenen Augen, die das Zürcher Publikum nach der «Hamlet»-Premiere sah – nur dass die Szene diesmal gespielt ist.

Diesen Spagat muss man erst mal schaffen

Bekanntlich haben die frühen Siebzigerjahre Frisurenexperimente und Kleiderstile hervorgebracht, über die man sich heute kaputtlacht. Aber «Lindenberg!» ist mehr als eine Klamottenkiste. Um den Bogen nur ein bisschen zu überspannen: So wie bei «Hamlet» geht es auch in «Lindenberg!» um die Frage des (Über-)Lebens. Sein oder Nichtsein?

Insofern haben der deutsche Rocker und der dänische Prinz ein paar Sachen gemeinsam. Beide stehen sie am Abgrund, beide sind sie mit dem Wahnsinn per du, und Jan Bülow demonstriert eindrücklich, dass er Lindenbergs entspannte Unterlippe genauso hinkriegt wie die vom Grübeln zerknitterte Stirn Hamlets. Diesen Spagat muss man erst mal schaffen.

«Ich finde Lindenberg als Figur unfassbar spannend», sagt Jan Bülow später, im Café Landtmann am Ring. «Udos Vater bläute ihm immer ein: ‹Dein Opa war Klempner, ich bin Klempner, und auch aus dir wird mal ein Klempner.› Udo aber wollte etwas anderes. Er wollte gehört und verstanden werden, so wie Hamlet. Beide kriegen lange nichts auf die Reihe, sind von Zweifeln am eigenen Dasein geplagt. Dann schlagen sie zu. Da gibt es mehr Parallelen, als man zunächst denken würde.»

Seit Januar 2019 ist Bülow Mitglied im Ensemble des Burgtheaters und wohnt nur ein paar Gehminuten von seinem neuen Arbeitsplatz entfernt. Als er bei Proben zum ersten Mal auf der grossen Bühne stand und in die leeren Ränge mit den zwölfhundert Sitzen hinaufblickte, dachte er: easy –schliesslich hatte er Zürich erobert, da würde er auch Wien in die Tasche kriegen.

Und dann, bei der Premiere, waren die Reihen plötzlich voll besetzt, und Bülow dachte: Scheisse, was, wenn ich das verhaue? Dazu muss man wissen, dass die Emporen in der Burg so richtig fussballstadionmässig nach oben ziehen. Da ist Platz für nahezu doppelt so viele Zuschauer wie in Zürich. «Es ist einfach surreal», schüttelt Bülow den Kopf. «Dort oben erkennt man die eigene Mutter nicht mehr. Man bekommt es mit der Angst zu tun. Was, wenn die Leute denken: Um Gottes willen, was will der denn hier? Sicher, alle sind bei einer Premiere aufgeregt, aber bei mir ist das immer ganz furchtbar.»

«Da geht es um die Beherrschung der absoluten Bühnenmacht.»Jan Bülow über Rockkonzerte

Eigentlich wollte er ja Rockstar werden. Und zwar nicht irgendeine Indie-Pfunzel, sondern gleich Bruce Springsteen. Oder Mick Jagger. Das sind die Helden seines Vaters, eines Musikfans und Plattensammlers, der auch ein paar frühe Lindenberg-Alben im Regal stehen hat. 2008 nahm er Jan an sein erstes Rockkonzert mit: zu Springsteen und seiner E Street Band ins Hamburger Volksparkstadion. Ein absolut prägendes Erlebnis.

«Wie der das hinkriegt», erinnert sich Bülow, «fünfzigtausend Zuschauer bei Stange zu halten, knapp drei Stunden, nicht nur mit seiner Musik und seiner Stimme, auch mit seinen Bewegungen und seiner eigenen Ästhetik! So ein Rockkonzert hat ja auch viel mit Theater zu tun. Da geht es um die Beherrschung der absoluten Bühnenmacht. Das hat mich schon immer fasziniert. Meine Theorie ist ja, dass Schauspieler verhinderte Rockstars sind. Zumindest trifft es auf mich zu. Musik ist unglaublich direkt. Man berührt die Leute schneller und unmittelbarer als mit Sprache.»

Wobei zu sagen ist, dass bei Bülow das gesprochene Wort so weich und warm und rund tönt, dass es schon fast Musik ist, egal ob er nun Shakespeare, Dürrenmatt oder Lindenberg rezitiert. Man möchte fast denken, er könne die Gebrauchsanleitung für eine elektrische Zahnbürste so vorlesen, dass sie nach einem Gedicht von Kate Tempest klingt – was gerade im Theater wichtig ist, wo man es oft mit Texten zu tun hat, die aus einer anderen Zeit in die Gegenwart gebracht, zum Leben erweckt werden müssen.

«Diesbezüglich habe ich viel von Barbara Frey gelernt», erklärt Bülow. «Wie sagt man einen so berühmten Satz wie ‹Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage›, ohne dass er peinlich klingt? Barbara ermutigte mich, die Worte einfach so daherzuplaudern, statt sie auszukosten. Schauspieler sind ja keine Dozenten, die die Wichtigkeit eines Textes durch Pathos in der Stimme hervorheben müssen.»

Bülow scheint keine Mauern zu kennen

Der israelische Regisseur und Schauspieler Itay Tiran, der 2019 am Burgtheater das Stück «Vögel» mit Bülow in einer Hauptrolle inszenierte, schreibt in einer Mail: «Jan ist wie Wasser. Intuitiv, verspielt und frei. Seine Bühnenpräsenz hat eine gewisse Verletzlichkeit, die ihn charmant und interessant macht. Als Zuschauer hat man stets das Gefühl, einen tiefen Blick in die Befindlichkeit und die Abgründe der Figur zu erhaschen, die er spielt.»

Und es stimmt: Bülow scheint keine Mauern zu kennen. Da ist eine Neugier zu spüren, eine Gier nach Neuem, die ihn antreibt und aufreibt. Der Mann ist ein Begeisterungssprinkler, der seine Umgebung mit seinem Elan einnimmt. Oft schweift er ab und verliert sich in Randgebieten, um ganz plötzlich innezuhalten und den Interviewer anzugucken: «Wie war noch mal die Frage?»

Die Frage war: wie man sich fühlt, mit Jahrgang 1996 bereits dort zu sein, wo andere Schauspieler nie hinkommen. Bülow antwortet: «So, als hätte mir jemand in die Fresse gehauen, mich mit einer Flasche Wodka abgefüllt und dann auf diesen unwahrscheinlichen Trip geschickt, von dem ich jetzt allmählich erwache und mir die verkaterten Augen reibe ... Ist das wirklich alles passiert!?»

Der Kühlschrank war immer voll

Wenn man dreiundzwanzig ist, in einer intakten bürgerlichen Familie im wiedervereinten Berlin aufwächst und ohne nennenswerte Irrungen und Wirrungen nach oben kommt, reicht die eigene Biografie noch nicht fürs abendfüllende Programm wie bei Udo Lindenberg. Jan Bülows erste zweiundzwanzig Lebensjahre in aller Kürze: Der Vater ist Informatiker, die Mutter Geologin und der Kühlschrank immer voll. Jan ist ein unkompliziertes Kind, geht zur Schule, macht seine Aufgaben und spielt Gitarre in einer Band, wo er sich in Rockstarposen übt.

Als der kleine Bruder den Wunsch äussert, Schauspieler zu werden, zieht der grosse nach, und die Eltern melden beide bei einer Casting-Agentur an. Jan spielt im Jugendtheater («meine erste Liebe»), bewirbt sich an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst und wird aufgenommen. In einer Coproduktion der Schaubühne mit Studierenden seiner Schule sieht ihn Andreas Karlaganis, Dramaturg am Zürcher Schauspielhaus, und empfiehlt ihn Barbara Frey – womit das aufregende Kapitel in Bülows Biografie beginnt: die letzten zwei Jahre seines bisherigen Lebens.

Anfang 2018 erfuhr er vom Casting zu einem Film über den jungen Udo Lindenberg. Bewerber wurden aufgefordert, dessen Song «Andrea Doria» auf Video aufzunehmen und einzuschicken. Bülow liess sich von einem Freund am Klavier begleiten, ein anderer filmte die Darbietung mit dem Handy.

Das Showreel kursiert noch immer im Netz, und wer es sieht, begreift, warum Bülow die Rolle bekam: Er schafft es – ohne Maske, mit minimalen Gesten und seiner Stimme –, die deutsche Popikone so zu skizzieren, dass man sie sofort erkennt. Im Prinzip ist das die Essenz guter Schauspielkunst: wenn die Verwandlung nicht durch äusserliche Veränderung, sondern durch innere Haltung vollzogen wird. Das Gegenteil einer Karikatur.

Als die Dreharbeiten in Hamburg begannen, gab Bülow noch immer den Hamlet in Zürich. So kam es öfter vor, dass er nach einer Aufführung am Pfauen von einem Kleinbus mit Schlafpritsche abgeholt wurde, der ihn nach Hamburg chauffierte, wo er morgens um sieben am Set zu «Lindenberg!» stand. Manchmal wurde nachts gedreht. Dann wurde Bülow in den frühen Morgenstunden zurück nach Zürich gefahren, wo er abends, «mit Jetlag», die Pfauenbühne betrat.

Gut möglich, dass sich die beiden Figuren an den Rändern ein wenig vermischten: Lindenberg ein Quäntchen von Hamlets zerrissenem Gemüt abbekam, während Udos Coolness Hamlets Stirne glättete. Vor allem aber ging für Bülow der alte Traum in Erfüllung: Er durfte der Rockstar sein, der er werden wollte. Mit Vokuhila, Lederjacke, Schlaghose und dem Hemd bis zum Brustbein aufgeknöpft.

Schlagzeug üben wie ein Besessener

Natürlich hat jede Starwerdung ihren Preis, selbst für einen talentierten Schauspieler wie Bülow, denn was dieser nicht wusste, war, dass Lindenberg vor seiner Solokarriere ein preisgekrönter Session-Trommler war, dessen Kunst bis heute in der «Tatort»-Titelmelodie zu hören ist. Das hiess, dass Bülow Schlagzeug spielen lernen musste, und zwar von der Pike auf.

Jeden zweiten Tag erhielt er Unterricht, und wenn er nicht Hamlet war, war er Udo und trommelte in einem Zürcher Übungskeller das bisschen Freizeit tot, das ihm blieb. «Weil ich im Film die Beats so nachspielen musste, dass keiner merkt, dass ich Anfänger bin, hatte ich Angst, es bis zum Dreh nicht hinzukriegen. Also übte ich wie ein Besessener.» Hinzu kamen die Proben, Gesangs- und Schauspielunterricht, zwei neue Stücke am Pfauen und 2019 das Engagement in Wien. «Konditionstechnisch war das natürlich der Oberwahnsinn. Ich glaube, es hat nur darum so glimpflich funktioniert, weil ich komplett ahnungslos war. Ich liess mich einfach treiben und fand auf der Bühne so etwas wie innere Ruhe.»

Im Film gibt es eine Szene, in welcher der noch immer erfolglose Lindenberg mit seiner Mutter vor dem Fernseher sitzt. Hans-Joachim Kulenkampff kommt gerade die Showtreppe heruntergetänzelt und empfängt den Applaus des Studiopublikums. Sagt der Sohn: «Das bin irgendwann mal ich.» Die Mutter lacht: «Ich habe noch nie ’nen Trommler die Showtreppe runterkommen sehn.» – «Dann bin ich eben der erste.»

Man kann sein Ziel nicht hoch genug stecken, um dem Klempner zu entwischen. Und träumen ist schon mal ein Anfang. «Vor zwei Jahren», erinnert sich Bülow, «zog auch ich mit Freunden durch die Bars, und wir quatschten über andere, die es geschafft hatten. Der Traum war immer da, ich will das gar nicht kleinreden. Und jetzt rufen mich Leute an und sagen: ‹Mann, was bei dir abgeht! Von dir redet ganz Berlin.› Es ist verrückt. Doch wenn ich mir nun ständig überlege, hey, ich bin die ganz grosse Nummer, würde mich das fertigmachen. Also denk ich nicht weiter drüber nach, sondern mach mein Ding.»

So wie Udo und Hamlet.

Erstellt: 17.01.2020, 22:18 Uhr

Artikel zum Thema

Der Mensch ist bloss eine Billardkugel

Frank Castorf wagt sich erstmals an Friedrich Dürrenmatt. Am Pfauen faszinieren fünfeinhalb Stunden «Justiz» – trotz der typischen Zügellosigkeit des Ex-Volksbühnenchefs. Mehr...

«Die erste Sprache waren die Schläge»

Udo Lindenberg über seinen Kampf gegen rechts, bessere Drogen als Alkohol und Schweizer Geschmeidigkeit. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Kommentare

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...