«Für Herrn Berset war es wohl langweilig»

Gestern gab die Crew des Films «Night Train to Lisbon» in Bern eine Pressekonferenz. Der britische Oscarpreisträger Jeremy Irons plauderte über den Sinn des Lebens.

Propagieren den Film «Nachtzug nach Lissabon»: Hollywood-Star Jeremy Irons (Mitte), Autor Pascal Mercier (Peter Bieri, links) und Regisseur und Schauspieler Bruno Ganz.

Propagieren den Film «Nachtzug nach Lissabon»: Hollywood-Star Jeremy Irons (Mitte), Autor Pascal Mercier (Peter Bieri, links) und Regisseur und Schauspieler Bruno Ganz. Bild: Keystone

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In gediegenem Ambiente wurden die Medien gestern über den Start der Dreharbeiten zum Film «Night Train to Lisbon» informiert. Mit von der Partie waren neben Hauptdarsteller Jeremy Irons der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz, der dänische Regisseur Bille August («Fräulein Smillas Gespür für Schnee») und der Berner Bestsellerautor Peter Bieri alias Pascal Mercier, dessen Roman «Nachtzug nach Lissabon» als Filmvorlage dient.

Die 7,5-Millionen-Euro-Filmproduktion «Night Train to Lisbon», die voraussichtlich 2013 ins Kino kommt, wird seit Sonntag in Bern gedreht. Schauplätze sind verschiedene Orte in der Altstadt. Am kommenden Montag geht es nach Portugal, wo Bruno Ganz erstmals drehen wird. Der Roman «Nachtzug nach Lissabon» wurde in 32 Sprachen übersetzt und allein im deutschsprachigen Raum über 2 Millionen Mal verkauft.

Jeremy Irons beantwortete einige Fragen von Tagesanzeiger.ch/Newsnet:

Mister Irons, Bundesrat Berset hat Sie am Set besucht. Worüber haben Sie sich unterhalten?
Na ja, für Herrn Berset war es wohl langweilig, weil wir gedreht haben, wie ein Mantel an einem Haken hängt. Aber wir haben uns etwas über Politik unterhalten und gemerkt, dass Schweizer und Engländer etwa dieselbe Mühe mit der EU haben.

Hatten Sie Zeit, sich Bern anzusehen?
Ja, eine wunderbare Stadt, es gibt hier viele lauschige Plätze…Bei dem schönen Wetter wars toll, draussen zu sitzen und eine Zigarette zu rauchen. Und ich habe sogar Ostershopping gemacht.

Haben Sie auch die Bären besucht?
Zwei von ihnen habe ich gesehen, von der anderen Uferseite.

Erkennen Sie diese Wohnung? (Wir zeigen Irons einen Artikel mit Fotos der Berner Altstadtwohnung, in der er gedreht hat).
Ist das eine Buchhandlung? Oh nein, das ist die Wohnung. Da war eine Katze?

Ja, Willi. Haben Sie sich vorgestellt, wer hier wohl wohnt?
Nein, wenn ich drehe, ist es meine Wohnung.

Der Vater der Familie hat Ihnen extra ein Buch des britischen Autors P. G. Wodehouse für die Drehpausen hingelegt.
Oh, das habe ich nicht gesehen.

Was war an Ihrer Rolle des Lehrers Gregorius, der von heute auf morgen sein geordnetes Leben aufgibt, besonders herausfordernd?
Dieser Figur, die philosophische Gedanken umtreiben, in einem Medium gerecht zu werden, das sich dafür eigentlich schlecht eignet. Die Herausforderung ist, die inneren Konflikte und Gedankengänge darzustellen.

«Nachtzug nach Lissabon» ist auch ein Roman über den Sinn des Lebens …
… das Leben hat nicht wirklich einen Sinn, aber man sollte es möglichst nicht vergeuden. Viele Erfahrungen sammeln und hoffentlich zum Wohlbefinden anderer beitragen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.03.2012, 11:43 Uhr

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