Gras, Alkohol und Wutausbrüche im Hause Brangelina

Angelina Jolie hat die Scheidung von Brad Pitt eingereicht und das Sorgerecht beantragt. Dies geschehe, um «die Gesundheit der Familie» zu schützen, liess die Schauspielerin verlauten.

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Nie mehr seit den öffentlich durchlebten Höhen und Tiefen der multiplen Beziehungen zwischen Liz Taylor und Richard Burton hat eine Hollywood-Liebe das Publikum so beschäftigt: Brangelina, das war die schönste Frau und der bestaussehende Mann (von den Jünger-als-George-Clooney-Erwachsenen), vereint in einer Amour fou, für die jedermanns best Friend Jennifer Aniston verlassen wurde. Und kaum war aus der Romanze eine handfeste Beziehung geworden, meldeten die einschlägigen Klatschportale und Promi-Magazine regelmässig ihr Ende.

Doch statt Trennung gabs Kinder: Angelina Jolie hatte bereits einen Adoptivsohn, Maddox, als sie Brad Pitt 2004 auf dem Set zum Film «Mr. & Mrs. Smith» kennen lernte. 2005 adoptierte sie in Äthiopien Tochter Zahara, und ein Jahr später gaben Brangelina bekannt, dass sie ihr erstes Kind erwarteten. Shiloh wurde im Mai 2006 geboren; vorher hatte Brad Pitt die zwei Adoptivkinder Jolies adoptiert. 2007 adoptierte das Paar in Vietnam Sohn Pax, und im Juli 2008 gebar Angelina Jolie die Zwillinge Vivienne und Knox.

Gerüchte um Cotillard

Dazwischen gabs Trennungs­gerüchte. Und eine Hochzeit: Im August 2014 feierten die beiden auf ihrem Schloss Miraval in Correns in der Provence Hochzeit. Verheiratet waren sie da schon, hatten sich in Kalifornien klammheimlich trauen lassen. Im Jahr vor der Hochzeit hatte sich Angelina Jolie aus Angst vor Krebs, an dem viele Frauen ihrer Familie starben, beide Brüste abnehmen lassen; später liess sie sich auch die Eierstöcke entfernen. Sie kommunizierte diese Eingriffe offensiv, und Brad Pitt stand als personifizierte Unterstützung daneben.

Doch in diesem Jahr soll sich Brad Pitt häufig nach Frankreich verzogen haben, zitiert das Magazin «People» sogenannte gute Freunde des Paars. Allerdings war er auch mit Dreharbeiten ­beschäftigt. Und zwar mit der Französin Marion Cotillard, dem Star aus «La vie en rose». Bildschön. Ein paar Monate jünger als Jolie. Und angeblich mehr als Filmpartnerin. Jolie habe einen Privatdetektiv auf Pitt angesetzt, wollen sogenannte gut unterrichtete Quellen wissen, und der habe Beweise gefunden. Das seis dann gewesen für Jolie.

«Alles Quatsch», sagen andere, vielleicht besser unterrichtete Quellen, es gehe bei den «unüberbrückbaren Differenzen», die Jolie laut Scheidungsdokument geltend macht, nicht um andere Frauen, sondern um andere Vorstellungen von Kindererziehung, denn sie sei lascher als er, der manchmal Probleme damit habe, seine Wut zu kontrollieren. Oder es gehe darum, dass er zu viel kiffe und trinke und sie sich Sorgen um die Kinder mache.

Anistons Schadenfreude

Jolies Anwalt sagte «People», ihre Entscheidung, die Scheidung einzureichen, sei im Interesse «der Gesundheit der Familie» ­gefallen. Und ihr Manager sagte dem Portal «E! News», Angelina Jolie werde «immer alles tun, was dem Schutz ihrer Kinder am besten dient». Brad Pitt seinerseits liess verlauten, er sei «sehr traurig» über die Scheidung, aber jetzt gehe es «um das Wohl unserer Kinder». Er bitte darum, ihre Privatsphäre zu achten.

Kaum wurde gestern bekannt, dass es diesmal eine mit Dokumenten belegte Trennung ist, die gemäss diesen Dokumenten am 15. September vollzogen worden sei, explodierten die sozialen Medien mit Tweets und Posts – und extrem viele zeigten Jennifer Aniston – lachend, schadenfreudig. Die ist seit letztem Jahr mit Justin Theroux verheiratet. Noch gibt es keine Trennungsgerüchte.

Jetzt, wo Brad Pitt wieder zu haben ist, werden wohl die «gut unterrichteten Quellen» nicht lange damit zuwarten. Liz Taylor und Richard Burton haben übrigens ein Jahr nach ihrer Scheidung wieder geheiratet. Die Neuauflage hielt kein Jahr.

Erstellt: 21.09.2016, 06:27 Uhr

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