Kurzfilm der Woche

Kurzfilm der Woche: Der Mann im Schrank

Was passiert, wenn sich ein Büroangestellter im Schrank verbarrikadiert? Dieser Kurzfilm liefert Antworten.

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Haben Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt, im Büro alles links liegen zu lassen und sich in einem Schrank zu verbarrikadieren? Nicht wirklich? Tja, Kurt schon. In Patrick Karpiczenkos Kurzfilm mit dem sinnigen Titel «Warum sich Kurt in den Schrank sperrt und nicht mehr raus will» verschanzt sich der Protagonist in einem Einbauschrank - und lässt dem Bürowahnsinn davor seinen Lauf. Die Kamera hält abwechslungsweise auf die weisse Kunststofftüre und die Bürokollegen, die sich, während sie Kurts Aktion mehr oder minder empathisch kommentieren, vor allem sich selbst demaskieren. Dem absurden Treiben ein Ende setzt, hierarchiekonform, schliesslich der Chef – freilich auf ganz andere Weise, als man vielleicht erwartet hätte.

Mit «Warum sich Kurt…» hat Karpiczenko (oder, er sich selbst nennt: Karpi) nicht nur den Film mit dem zweitlängsten Titel der Schweizer Filmgeschichte geschaffen, sondern vor allem auch ein witziges Stück Alltags-Dada. 2007 noch während des Studiums entstanden, gibt er einen Vorgeschmack auf das, was den heute insbesondere als Drehbuchautor tätigen ZHdK-Absolventen bekannt machen sollte: diverse, teils preisgekrönte Werbefilme (siehe www.karpi.ch) sowie die zusammen mit Peter Luisi produzierte TV-Serie «TWIST».

Wem Kurt und Komparsen Lust auf mehr Karpi-Skurrilitäten gemacht haben, dem legen wir den ersten – und schön bitter-bösen – «Schweizer Film-Plot-Generator» wärmstens ans Herz, bei dem die immergleichen Klischees des hiesigen Filmschaffens nur einen Klick entfernt sind (//www.karpi.ch/plotgen/). Und der Zugang zur Förderung sowieso. (psz)

Erstellt: 11.04.2014, 10:49 Uhr

Produktion

Produktion: Zürcher Hochschule der Künste
Drehbuch, Kamera, Schnitt, Regie: Patrick Karpiczenko
Mit: Peter Hottinger, Dominique Jann, Fabienne Hadorn, Rico Herold, Stephan Bürgi
Dauer: 7 Min.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Swiss Films

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

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