Kurzfilm der Woche

Kurzfilm der Woche: Fussballdrama auf der Alp

Was, wenn im allerdümmsten Moment der TV aussetzt, im alles entscheidenden EM-Final? Der Kurzfilm «AlpTraum» mit Beat Schlatter in der Rolle des fussballverrückten Alpöhis zeigt es.

Versteht die Welt nicht mehr: Fussballverrückter Alpöhi alias Beat Schlatter.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Stimme kennen wir. Es ist Sportkommentator Beni Thurnheer während des Fussball-Europameisterschaftsfinals mit der Schweiz. Kurz vor Ende des Spiels, in dem es unentschieden steht, fällt mit einem lauten Knall der Sender aus. Der bärtige Alpöhi (Beat Schlatter) rennt hinaus und erschrickt: In der Satellitenschüssel ist ein Fussball eingeklemmt. Weit und breit ist aber niemand zu sehen.

Verwirrt wirft der Mann den Ball auf den Boden und versucht fiebrig, seine Antenne zu richten. Jedoch vergeblich. Da tritt er wütend gegen den Ball, der weit ins Tal hinunterfliegt. Jäh ist der Sender wieder zu hören: Die Schweiz hat soeben den Siegestreffer erzielt und ist Europameister! Der Mann traut seinen Ohren kaum, schaut erstaunt ins Tal hinunter und feiert seinen Erfolg – so ausgelassen, dass sich der Kurzfilm allein schon wegen dieser Szene lohnt.

Der Zürcher This Lüscher, der neben der schweizerischen auch noch die holländische Staatsbürgerschaft besitzt, hat «AlpTraum» im Jahr 2007 realisiert. Der heute 43-Jährige besuchte von 1988 bis 1990 die Jazzschule in Zürich, war 1992 Mitgründer der Film GAF (Grupper autodidaktischer Filmemacher) und besuchte von 1994 bis 1998 die NFTA (Nederlanse Film en Televisie Academie) mit Abschluss in Regie. Neben verschiedenen Kurzfilmen realisierte Lüscher 2004 den Spielfilm «Ferienfieber» und 2011 die Dokumentation «Hoselupf – oder wie man ein Böser wird», beide mit Beat Schlatter.

(dj)

Erstellt: 08.06.2012, 13:10 Uhr

Film

«AlpTraum». 3 Minuten. Regie: This Lüscher. 2007. Produktion: Presence Production GmbH.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

Interaktiv

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Die grosse Vorbereitung: Eine Woche vor Beginn des eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Zug wird ein Schwingplatz mit Sägemehl ausgelegt. (16. August 2019)
(Bild: Alexandra Wey) Mehr...