Kurzfilm der Woche

Kurzfilm der Woche: «Ich schaffe es nicht, Igor zu essen»

Drei Japaner möchten im Kurzfilm «Chasse à l'âne» sehr gern Esel essen. Das ist aber gar nicht so einfach.

«Chasse à l'âne» von Maria Nicollier.

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Da hat einer aber einen ganz besonderen Jägerpreis gewonnen: Eselsfleisch. Das schmeckt seinen drei Freunden derart gut, dass sie sich sogleich auf die Suche nach Nachschub machen. Und tatsächlich finden sie einen sehr gemütlichen französischen Teemeister mit guten Manieren, der ihnen seinen Esel Igor verkauft.

Dann allerdings bekommen die drei Skrupel. Ist der Esel nicht ein christliches Tier? Und als sie das seltsame Tier nach Hause nehmen und hegen und pflegen, wächst es ihnen ans Herz. Schliesslich scheint die Gier nach Eselsfleisch aber doch zu überwiegen, ein Schuss knallt. Dennoch hat der Zuschauer am Ende von «Chasse à l'âne» guten Grund anzunehmen, das Igor ebendiesen Schuss wohlbehalten überlebt hat...

Regisseurin Maria Nicollier kennt Japan selber aus eigener Erfahrung, hat sie doch in Kyoto studiert – das ermöglicht der Genferin, in ihrem Hochglanzfilm elegant mit Klischees und mit den Missverständnissen zwischen verschiedenen Kulturen und zumal Religionen zu spielen.

(lsch)

Erstellt: 21.12.2012, 14:48 Uhr

Film

«Chasse à l'âne». 15 min. Regie und Drehbuch: Maria Nicollier. Produktion: Rec Production und RTS, 2011.

Kurzfilm der Woche

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