Kurzfilm der Woche: Mann muss Manta mögen

Jonas Meier porträtiert in seinem dokumentarischen Kurzfilm «Rasende Liebe» vier Menschen mit ausgeprägter Zuneigung zu ihrem Auto.

Vier Menschen erzählen von der engen Beziehung zu ihrem Auto: «Rasende Liebe» von Jonas Meier

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Sepp, Charlotte, Maurizio und Tonino sind nicht einfach Besitzer ihres Autos – es verbindet sie eine besondere Zuneigung, die manche wohl als leicht verrückt bezeichnen würden. Die Autoliebhaber reden mit ihren Vehikeln, pflegen und hegen sie.

Sie lassen sie im Winter in der Garage, öffnen aber ab und zu das Tor, damit das Auto sieht, warum es nicht raus kann. Sie reden mit dem Auto und vergleichen es mit einem Lebewesen – Sepp ist überzeugt, dass es dem Auto weh tut, wenn es repariert wird, dass es spürt, wenn eine Schraube gelöst wird.

Regisseur Jonas Meier porträtiert diese Menschen ohne Spott und lässt sie für sich selbst sprechen. Entgegen dem etwas irreführenden Titel geht es nicht um die Lust am schnellen Fahren, höchstens um die Vorbereitung dazu.

Mehrfach prämierter Film

Die Beziehung zum Auto wird in verschiedenen Facetten ausgeleuchtet. Sie greift teilweise sehr weit ins Leben ein. Für Charlotte zum Beispiel ist klar, dass sie nie einen Mann haben könnte, der ihren Manta nicht mag.

Für «Rasende Liebe» hat der junge Schweizer Regisseur Jonas Meier den Luzerner Filmpreis sowie den Goldenen Panther der Schweizer Jugendfilmtage erhalten. (lmm)

Erstellt: 25.05.2012, 17:11 Uhr

Film

«Rasende Liebe». 16 min. Regie: Jonas Meier. Produktion: Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern. Schweiz 2006.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils 24 Stunden online.

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

Kurzfilmnacht

Die lange Nacht der kurzen Filme bringt mit vier thematischen Programmen das vielfältige nationale und internationale Kurzfilmschaffen in die Kinos der ganzen Schweiz. Zum Abschluss der zweimonatigen Tour gastiert die Kurzfilmnacht am Freitag, 1. Juni in Bern, mit der exklusiven Vorpremière von WORK HARD PLAY HARD.

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