Kurzfilm der Woche

Kurzfilm der Woche: Wie das Vögelchen fliegen lernte

Lena von Döhren erzählt in ihrem Animationsfilm «Der kleine Vogel und das Blatt» eine fabelhafte Geschichte.

Herbst im Wald: «Der kleine Vogel und das Blatt» von Lena von Döhren.

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Ein gelbes Blatt fällt vom Baum und tanzt im Wind. Sein Freund, der kleine Vogel, macht mit und hopst dem Blatt hinterher. Da tritt der Fuchs auf den Plan und leckt sich schon das Maul. Doch mit vereinten Kräften können Blatt und Vögelchen das Raubtier abwehren. Als das Blatt mit anderen Blättern weiterfliegt, lernt der kleine Vogel unter dem grossen Druck sogar rechtzeitig zu fliegen und taucht aus dem Abgrund wieder auf, in den er aus Angst vor dem Fuchs gesprungen ist.

Vor weissem Schnee und schwarzen Bäumen tanzen die Figuren umher, zwei gute Freunde gegen den bösen Feind, der diesmal den Kürzeren zieht. Die an ein Märchen oder eine Fabel erinnernde Geschichte berührt ganz ohne Worte und ist in ihrer reduzierten Art toll gemacht. Die Verfolgungsjagd auf dem Eis würde einem Actionfilm gut anstehen.

Lena von Döhren wurde 1981 in Berlin geboren und studierte Visuelle Kommunikation in Amsterdam. 2011 machte sie den Master in Design an der Hochschule Luzern. Der Film ist als Abschlussprojekt entstanden und wurde vom Schweizer Fernsehen und von Ruedi Schick (Swiss Effects) koproduziert.

Seit seiner Premiere an der Berlinale konnte der Animationsfilm an zahlreichen Festivals gezeigt werden und in Sapporo, Hiroshima und La Bourboule Preise gewinnen. An den Kurzfilmtagen in Winterthur wird der Film im Block «CHurzfilm III» gezeigt. (lmm)

Erstellt: 09.11.2012, 15:56 Uhr

Film

«Der kleine Vogel und das Blatt». 4 min. Drehbuch und Regie: Lena von Döhren. Produktion: Swiss Effects/Ruedi Schick, 2012.

Der Film wird am Freitag um 19.30 und am Samstag um 16.30 im Block «CHurzfilm III» an den Kurzfilmtagen in Winterthur gezeigt.
//kurzfilmtage.ch/

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

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