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Ballettstudie eines Besessenen

Bevor Natalie Portman in «Black Swan» am Schwanensee irr wurde und bevor Wim Wenders in 3-D der Choreografin Pina Bausch huldigte, kam «La Danse» heraus. Jetzt ist der Film auf DVD zu haben.

Nun ist diese Dokumentation, die das Ballett der Pariser Oper bei Proben und technischen Vorbereitungen von «Der Nussknacker» bis zu «Orpheus und Eurydike» zeigt, auf DVD erhältlich. Der 81-jährige Regisseur Frederick Wiseman, amerikanischer Doyen des Direct Cinema, ist ein Besessener.

Als Chronist der Institutionen richtet er sein ethnografisches Auge auf Schulen, Gefängnisse, Spitäler oder Parlamente und dreht jeweils rund 80 Stunden 16-mmFilm ab. Längst ist er seinerseits eine Institution des Kinos; im Schnitt alle zwei Jahre legt er, fast unbemerkt, einen Dokumentarfilm vor. «La Danse» ist ein Glanzstück der Beobachtung: Zweieinhalb Stunden lang verfolgt Wiseman das mühselige Training, besucht Kostümbildner und Lichttechniker, flicht eine Sitzung über Sponsoringgelder ein.

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