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Bevorzugte Chinesen

Vermutlich aus Angst vor Web-Piraten hat die BBC die neusten Episoden ihrer Serie «Sherlock» gleich nach der Erstausstrahlung dem chinesischen Streaming-Dienst Youku zur Verfügung gestellt.

Seit ihrem Start im Jahr 2010 sehr erfolgreich: Benedict Cumberbatch als Sherlock und Martin Freeman als Dr. Watson.
Seit ihrem Start im Jahr 2010 sehr erfolgreich: Benedict Cumberbatch als Sherlock und Martin Freeman als Dr. Watson.
BBC

Unmittelbar nach der Erstausstrahlung auf BBC konnten Chinesen die neusten «Sherlock»-Folgen bereits mit Untertitel über den legalen Online-Dienst Youku schauen. Das berichten mehrere Online-Portale, unter anderem die chinesische Agentur Xinhua und die «South China Morning Post» aus Hongkong. Xinhua zufolge wurden die ersten Episoden der dritten Staffel in China bereits über fünf Millionen Mal gestreamt.

Die chinesischen Fans der Serie um die Detektiv-WG waren somit die ersten nach den britischen, denen die Episoden zugänglich gemacht wurden. Die US-Amerikaner beispielsweise müssen sich dagegen noch gedulden bis zum 19. Januar, wenn die «Sherlock»-Episoden auf PBS ausgestrahlt werden.

Grund für die Bevorzugung des chinesischen Markts ist vermutlich die Angst der BBC vor Web-Piraten. Da in China illegale Streaming-Sites ihren Usern innert Stunden die neusten Serien des englischsprachigen Raums zur Verfügung stellen, entschied sich die BBC zur Vorwärtsstrategie. «Kein illegaler Dienst hätte schneller sein können», stellte die News-Site qz.com fest. Der britische Sender versucht derzeit, durch eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Portalen im Reich der Mitte Geld zu verdienen.

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