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Bonds Geheimrezepte

007 kommt wieder in die Kinos. In den Filmen und Romanen spielt das Essen eine tragende Rolle. Zeit, die Agenten-Abenteuer als Vorläufer der kulinarischen Krimis zu würdigen.

In «Casino Royale» von 1953 lässt Autor Ian Fleming seinen Buchhelden James Bond ein nur kurz gebratenes Rindsmedaillon geniessen, während seine Begleitung Vesper sich für Kalbsnieren entscheidet.
In «Casino Royale» von 1953 lässt Autor Ian Fleming seinen Buchhelden James Bond ein nur kurz gebratenes Rindsmedaillon geniessen, während seine Begleitung Vesper sich für Kalbsnieren entscheidet.
Henry Hargreaves
In «Live and Let Die» von 1954 geht es rustikaler zu und her: Zu Muscheln gesellen sich gebratenes Huhn und Mais.
In «Live and Let Die» von 1954 geht es rustikaler zu und her: Zu Muscheln gesellen sich gebratenes Huhn und Mais.
Henry Hargreaves
Drei Finger hoch Bourbon zusammen mit Eggs Benedict, was braucht ein Mann mehr vor dem Zubettgehen. Nachzulesen in «The Man With The Golden Gun» von 1965. Nicht nur für Lesehungrige ein Genuss.
Drei Finger hoch Bourbon zusammen mit Eggs Benedict, was braucht ein Mann mehr vor dem Zubettgehen. Nachzulesen in «The Man With The Golden Gun» von 1965. Nicht nur für Lesehungrige ein Genuss.
Henry Hargreaves
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Bond ist ein Extremist, ein Extremist der Rohheit. Und ebenso ein Extremist des Sublimen. Champagner und Kaviar gehören zu 007 wie Blut und Knochen. Bond geniesst immer beides, Jagen und Töten, Essen und Trinken.

Aber Bond ist weder Schlemmer noch Prasser. Sein Exzess besteht im ­Zelebrieren des Raffiniert-Exotischen. Er trinkt Mouton Rothschild, bestellt ­Eierspeise mit Trüffeln und mixt Martini. Und auf den Verzehr folgt in der ­Regel ein Verkehr: Die Speise ist ihm Stimulanz, das Vorspiel zum Sex. Deshalb sollte Bonds Idealfrau, so ist es in «Diamonds Are Forever» (1956) nachzulesen, «eine Sauce Béarnaise genauso gut machen können wie Liebe».

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