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«Boyhood» gewinnt einen Bafta

Das ungewöhnliche Filmprojekt «Boyhood» ist der Bafta-Gewinner 2015. Mehr Gesprächsstoff liefert in London aber ein Film, der trotz neun Nominierungen keinen einzigen Preis gewinnt.

Bester Film: Die Cast von «Boyhood». (8. Februar 2015)
Bester Film: Die Cast von «Boyhood». (8. Februar 2015)
Reuters

Das über zwölf Jahre gedrehte Drama «Boyhood» von US-Regisseur Richard Linklater hat den britischen Bafta-Award für den besten Film gewonnen. Linklater, der seine Hauptfigur Mason Evans (Ellar Coltrane) von der Kindheit durch die Pubertät begleitet hat, gewann am Abend in London zudem den Regiepreis der britischen Film- und Fernsehakademie. Einen dritten Bafta für die Oscar-nominierte Produktion holte US-Schauspielerin Patricia Arquette als beste Nebendarstellerin.

(Video: Youtube/Universal Pictures UK)

(Video: Youtube/KinoCheck)

Mit fünf Baftas heimste nur die Komödie «The Grand Budapest Hotel» mehr Auszeichnungen ein, unter anderem in den Kategorien Kostüm, Original-Drehbuch und Filmmusik. Der Film von US-Regisseur Wes Anderson hatte mit elf Nominierungen die meisten Chancen und war auch um den Titel als bester Film ins Rennen gegangen.

Keinen Preis für «The Imitation Game»

Dagegen war «The Imitation Game» mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle der grosse Verlierer des Abends. Das Oscar-nominierte Drama über den Enigma-Codeknacker Alan Turing, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Homosexueller verurteilt wurde, war für neun Baftas nominiert, ging aber komplett leer aus.

Cumberbatch musste die Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller Eddie Redmayne überlassen - was er auf dem Roten Teppich vor der Gala bereits vorhergesehen hatte. Die beiden Briten konkurrieren auch um den Oscar.

Der Bafta, einer der renommiertesten Filmpreise der Welt, gilt als eine Art «Orakel» für die Oscars. In den vergangenen fünf Jahren triumphierte der beste Film der Baftas anschliessend auch jedes Mal bei den Oscars. Diese werden am 22. Februar in Los Angeles verliehen.

Redmayne spielt in «The Theory of Everything» den an der Nervenkrankheit ALS erkrankten Starphysiker Stephen Hawking. Die Akademie zeichnete das Drama als herausragenden britischen Film aus. Hawking, um dessen erste Ehe es in dem Drama geht, nahm an der Verleihung teil und präsentierte auf der Bühne selbst den Award für die besten visuellen Spezialeffekte, der an den Science-Fiction-Film «Interstellar» ging.

Den Preis für die beste weibliche Hauptrolle holte Julianne Moore, die in der Romanverfilmung «Still Alice» eine an Alzheimer erkrankte Professorin spielt.

SDA/chk

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