Britischer Schauspieler John Hurt ist tot

Im Alter von 77 Jahren ist der aus «Harry Potter» und «Der Elefantenmensch» bekannte Schauspieler John Hurt verstorben. In «Jackie» ist er nochmals im Kino zu sehen.

Grosses Talent - John Hurt war zweimal für einen Oscar nominiert. Video: Tamedia/AFP

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Im Alter von 77 Jahren ist der britische Schauspieler Sir John Hurt gestorben. Er sei einem Krebsleiden erlegen, teilte sein Agent Charles McDonald am Freitag mit. Der zweimal für einen Oscar nominierte Darsteller ist vor allem für sein Porträt des deformierten Joseph Merrick in «Der Elefantenmensch» bekannt. Doch auch die «Harry Potter»-Filmreihe wurde durch seine Präsenz ein kleines bisschen magischer.

Als Mr. Ollivander schwebte er damals mit langen Leitern durch sein Geschäft, um für den jungen Harry einen Zauberstab auszuwählen. Auch wenn die Rolle viel Unterhaltung für ein grosses Publikum bot, waren manche Rollen in seiner mehr als 50 Jahre andauernde Karriere in TV und Kinofilm sicher herausfordernder für den Schauspieler.

In «12 Uhr nachts – Midnight Express» etwa spielte er einen Heroinabhängigen und wurde für einen Oscar nominiert. Ebenfalls nur nominiert, aber nicht ausgezeichnet, wurde er für seine Darstellung in «Der Elefantenmensch» von 1980. Acht Stunden täglich verbrachte er in der Maske, um in den stark deformierten Joseph Merrick verwandelt zu werden. Während Drehpausen war es ihm nicht erlaubt, sich für einen kurzen Schlaf hinzulegen. Sogar Essen war tabu.

«Es war schrecklich, heute von John Hurts Tod zu erfahren», schrieb der Komiker, Schauspieler und Regisseur Mel Brooks via Twitter, der einmal mit ihm zusammengearbeitet hatte. «Er war ein wahrhaft grossartiges Talent.»

Als Hurt im Jahr 2015 bereits wegen seiner Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung behandelt wurde, gab er auch Interviews über den Tod. «Wir alle verbringen hier unsere Zeit – und besetzen unseren Stuhl nur sehr kurz.» In dem für einen Oscar nominierten Film «Jackie» ist der Schauspieler noch einmal in Aktion zu sehen: Der verwitweten First Lady Natalie Portman bietet er dabei seinen Beistand als Priester an. (chk/AP)

Erstellt: 28.01.2017, 05:02 Uhr

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