Zum Hauptinhalt springen

Buddy Elias 89-jährig verstorben

Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias setzte sich auch abseits der Leinwand für eine gerechte Zivilgesellschaft ein. Nun ist der Cousin von Anne Frank im Kreise der Familie in Basel verstorben.

Berühmte Cousine: Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias zeigt ein Foto von Anne Frank. (16. Februar 2008)
Berühmte Cousine: Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias zeigt ein Foto von Anne Frank. (16. Februar 2008)
Georgios Kefalas, Keystone

Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias ist tot. Der Präsident des Anne Frank Fonds Basel und Cousin von Schriftstellerin Anne Frank verstarb kurz vor seinem 90. Geburtstag im Kreise der Familie in seinem Heim in Basel.

Der Fonds trauere um einen Humanisten, Zeitzeugen und Mittler zwischen Völkern. Elias habe sich zeitlebens für eine starke und gerechte Zivil- und Staatengesellschaft eingesetzt. Er habe sich mit Überzeugung der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet.

Elias habe sich jahrzehntelang eingesetzt für Bildungsarbeit und speziell für die Rechte von Kindern und Jugendlichen. «Er erhob die Stimme zugunsten der Schwachen, Benachteiligten und Ausgegrenzten in allen Gesellschaften», heisst es im Nachruf des Anne Frank Fonds.

Im Dienst seiner Cousine

Bernhard Elias, wie der Basler Schauspieler mit bürgerlichem Namen hiess, war der letzte lebende Verwandte von Anne Frank. Zusammen mit dem Stiftungsrat verantwortete er die Herausgabe und Dramatisierung des Tagebuchs seiner Cousine.

Bei einer Vorstellung eines Buches über die Familie Frank im Oktober 2009 in Frankfurt sagte Elias, das weltberühmte Tagebuch seiner Cousine sei «zum Wichtigsten» in seinem Leben geworden. Seine «Spielkameradin» habe sich im Tagebuch auf einmal als grosse «Schriftstellerin» erwiesen.

Geboren 1925 in Frankfurt am Main, wo er in den ersten Jahren auch mit Anne Frank aufwuchs, emigrierte er mit seiner jüdischen Familie im Jahr 1931 nach Basel und überlebte dort den Holocaust – im Gegensatz zu seiner Cousine, die im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde.

Vom Eisclown zum Filmstar

Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Elias Karriere als Clown bei «Holiday on Ice», mit der er 14 Jahre lang um die Welt tourte. Es folgte eine internationale Karriere als Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler.

Elias war bekannt aus Fernsehserien, wie «Schwarzwaldklinik», «Traumschiff», «Tatort» oder «Bella Block». 2008 war er im «SRF»-Spielfilm «Das Fräuleinwunder» zu sehen. Zuletzt wirkte er in «Monuments Men» mit Regisseur George Clooney.

Elias war Ehrenbürger der Stadt Frankfurt. Privat war er mit der Schauspielerkollegin Gurti Elias verheiratet. Sie haben zwei Söhne, die ebenfalls renommierte Schauspieler wurden.

SDA/pst

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch