Cosby fühlt keine Reue und vergleicht sich mit Mandela

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte US-Entertainer äussert sich erstmals aus dem Gefängnis. Er sieht sich als «politischen Häftling».

Vergleicht sich mit Mandela und Gandhi: Bill Cosby

Vergleicht sich mit Mandela und Gandhi: Bill Cosby Bild: Keystone

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US-Entertainer Billy Cosby versteht sich als «politischen Häftling». In seiner ersten öffentlichen Erklärung aus dem Gefängnis vergleicht der 81-Jährige sich mit Mandela, Ghandi und Martin Luther King. Er sei in die Falle eines zwielichtigen Staatsanwalts und eines korrupten Richters getappt, lässt Cosby verlauten.

Über 60 Frauen werfen ihm sexuellen Missbrauch vor, die meisten Fälle sind verjährt. In drei Fällen wurde er im vergangen Jahr wegen schwerer sexueller Nötigung zu mindestens drei bis maximal zehn Jahre Haft verurteilt.

Sein Pressesprecher, Andrew Wyatt, sagte «NBC» Cosby gehe es im Gefängnis ausserhalb von Philadelphia gut. «Wenn ich ihn besuche, ist das nichts Trauriges», sagte Wyatt. Cosby selbst sagt, er fühle keine Reue und er werde es auch nie tun.

Amerikas gefallener Vater

Cosby wurde in den USA jahrzehntelang als «America's Dad» verehrt. In der Rolle als liebenswürdiger Arzt und gutmütiger Familienvater in seiner «Cosby Show» war er einer der beliebtesten TV-Stars des Landes. Als mächtiger Schauspieler und Comedian wurde Cosby danach zum Symbol einer Entertainment-Kultur, in der einflussreiche Männer ihre Machtposition ausnutzen, um Frauen zu belästigen, zu nötigen und zu vergewaltigen. «Bill Cosby hat verloren. #MeToo hat gewonnen», schrieb die Website «Vox» bei der Urteilsverkündung.

(red)

Erstellt: 14.02.2019, 09:26 Uhr

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