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Das Grosi-Girlie

Viel Botox und noch mehr Ehrgeiz: Wie sich die 64-jährige Cherilyn Sarkisian immer wieder in das ewig junge US-Sexsymbol Cher verwandelt.

Philippe Zweifel

Es gibt da diesen Witz: Wer überlebt den nächsten Atomkrieg? Kakerlaken und Cher! Dieser Tage muss sich die als Cherilyn Sarkisian geborene Sängerin den Spruch besonders oft anhören – wie immer, wenn sie eines ihrer Comebacks gibt: Am Donnerstag startet der Film «Burlesque» in den Kinos, Cher spielt darin die Chefin eines Revuetheaters. «Trotz maskenhafter Mimik – Botox und Schönheitsoperationen fordern ihren Tribut», so ein Kritiker, «absolviert sie ihren Part mit Grazie.»

Wie ein Kommentar auf Chers eigenes Leben erscheint diese Rolle; die 64-Jährige ist das Ur-Showgirl der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Schon in den 60ern war sie mit ihrem Mann Sonny Bono erfolgreich als Sonny & Cher unterwegs. In den 70er-Jahren moderierte sie ihre eigenen TV-Shows und wurde zur Ulknudel der Nation. Umso erstaunter war man, als Cher 1983 im Atomkraftwerks-Drama «Silkwood» ihren Einstand als Charakterdarstellerin gab. Danach spielte sie in verschiedenen Filmen mit und gewann 1987 für «Mondsüchtig» den Oscar.

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