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Das Leben auf der Bühne der Peinlichkeiten

Mit ihrer entwaffnenden Natürlichkeit ist die Schauspielerin Greta Gerwig zur Galionsfigur des amerikanischen Independent-Kinos geworden. Die Komödie «Frances Ha» passt ihr wie angegossen.

Muse des Mumblecore-Kinos: Greta Gerwig an der Pressekonferenz für ihren neuen Film «Frances Ha» an der diesjährigen Berlinale.
Muse des Mumblecore-Kinos: Greta Gerwig an der Pressekonferenz für ihren neuen Film «Frances Ha» an der diesjährigen Berlinale.
Keystone
Die Figuren im Mumblecore-Kino tun nicht so, als hätten sie Spass. Sie suchen ihn ernsthaft.
Die Figuren im Mumblecore-Kino tun nicht so, als hätten sie Spass. Sie suchen ihn ernsthaft.
Filmcoopi
Entwaffnende Natürlichkeit: Gerwig in «Greenberg» (2010).
Entwaffnende Natürlichkeit: Gerwig in «Greenberg» (2010).
Keystone
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Ein Restaurant in Brooklyn. Die Rechnung kommt, Frances möchte ihr Date einladen, aber sie hat weder Bargeld noch Kreditkarte dabei. «Ich schäme mich so», sagt sie. «Ich bin noch keine richtige Person.»

Stimmt: Frances besitzt gar keine Kreditkarte. Sie ist die Heldin in «Frances Ha», einer Komödie so luftig wie ein Sommerrock. Sie handelt von New Yorker Hipstern, die auf Eames-Stühlen sitzen und so zusammenhangslose wie merkwürdig treffende Sätze sagen. Etwa den: «Diese Wohnung nimmt sich selber sehr wahr.» Oder: «Zum Heiraten bin ich zu gross.» Mittendurch hüpft Titelheldin Frances: notorisch pleite, grosszügig in den falschen Momenten, voll ungezähmter Lebenshoffnung und oft fehl am Platz. Die perfekte Rolle also für die knapp 30-jährige New Yorkerin Greta Gerwig.

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