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Das sind die Oscar-Gewinner – hoffentlich

Am Sonntagabend ist Oscar-Verleihung. Und natürlich gewinnen wieder die Falschen. Nicht bei uns: Wir sagen, wer gewinnen sollte – und lassen Sie Ihre persönlichen Oscar-Preisträger wählen.

Woody Allen («Midnight in Paris»)
Woody Allen («Midnight in Paris»)
Keystone
Alexander Payne («The Descendants»)
Alexander Payne («The Descendants»)
Keystone
Terrence Malick («The Tree Of Life»)
Terrence Malick («The Tree Of Life»)
Reuters
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Bester Film: Ähnlich wie letztes Jahr mit «The King’s Speech» und «The Social Network» treten bei der diesjährigen Oscar-Verleihung eigentlich nur zwei Filme gegeneinander an. Scorseses «Hugo» (11 Nominationen) und der französische Stummfilm «The Artist» (10 Nominationen). Wobei «The Artist» die Überraschung des Nominationstages ist – ein französischer Film, in Schwarzweiss, ohne Dialoge.

«The Artist» erzählt all die Legenden noch einmal, die Hollywood über sich selbst erzählt. Das kommt bei der Academy natürlich gut an – der Film dürfte denn auch den Oscar für den besten Film bekommen. Verdient, aber wohl ohne Chance, hätte es «The Descendants». Weil der Film ein brillanter Vertreter eines Genres ist, das extrem schwierig zu meistern ist, an den Oscars aber immer übergangen wird: Eine Tragikomödie. Auch verdient hätte es Lars von Trier mit «Melancholia», doch der wurde schändlicherweise nicht einmal nominiert.

In einer weiteren Hauptkategorie, «Bester Regisseur», sieht die Ausgangslage ähnlich aus, wie in jener des besten Films. Das Rennen wird wohl zwischen Michel Hazanavicius («The Artist») und Martin Scorsese («Hugo») entschieden. Schade eigentlich, unser Wunschkandidat ist Woody Allen («Midnight in Paris») – nur schon, um zu sehen, ob er die Oscar-Verleihung wie schon in den 70er-Jahren, als er für «Annie Hall» einen Oscar gewann, sausen lässt, um in New York Klarinette zu spielen. Auch schade: Nicolas Winding Refn («Drive») und Lynne Ramsay («We Need to Talk about Kevin», läuft demnächst in Schweizer Kinos) wurden gar nicht erst nominiert.

Wer ist die beste Schauspielerin? Wir tippen auf Viola Davis («The Help»), denn es ist nun mal so: Afroamerikaner, die eine Hauptrolle in einem nominierten Drama spielen, starten in der Poleposition. Aber natürlich ist auch mit Oscar-Sammlerin Meryl Streep zu rechnen, die zum 17. Mal nominiert ist und schon zweimal gewonnen hat. Mutiger und genauso verdient wäre allerdings ein Oscar für Michelle Williams, die in «My Week with Marilyn» Marilyn Monroe spielt – und zwar so, wie Monroe privat gewesen sein soll: Kein Sexidol, sondern eine zerbrechliche, aufgewühlte Frau.

In der Kategorie «Bester männlicher Darsteller» (wieso gibt es eigentlich eine männliche und weibliche Kategorie? Genügte eine Kategorie «Beste Schauspielleistung» nicht vollauf?) kommt es zum Duell der Beaus: Jean Dujardin gegen George Clooney. Gewinnt Clooney, ginge das in Ordnung. Seine Leistung in «The Descendants» ist die beste seiner Karriere. Unser Wunschsieger ist allerdings Gary Oldman, der mit 53 endlich zum ersten Mal nominiert ist. Seine Darstellung des Geheimagenten George Smiley in «Tinker Tailor Soldier Spy» ist ein Meisterstück an zurückhaltender, aber intensiver Schauspielkunst. Zu zurückhaltend für die Oscars wahrscheinlich. Doch wann, wenn nicht am grossen Abend der Traumfabrik, gehen Träume in Erfüllung? In ein paar Tagen wissen wir mehr – Redaktion Tamedia tickert und kommentiert die Verleihung live.

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