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Der Aufstand der Amateure

In Japan ist nur noch ein AKW in Betrieb. Eine Protestbewegung ist zum lautstarken Ausdruck dieses Wandels geworden. Zwei deutsche Filmemacherinnen haben deren Anfänge hautnah begleitet.

Jan Knüsel

Etwas mehr als ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima ist in Japan nur noch 1 von 54 Atomreaktoren am Netz. Die lokalen Regierungen weigern sich, die Atommeiler wieder anzuschalten, die von Gesetzes wegen alle 13 Monate für Unterhaltsarbeiten heruntergefahren werden. Eine Mehrheit der Japaner lehnt gemäss einer Umfrage der «Nikkei Shimbun» das Wiederhochfahren der Reaktoren sogar ab.

Die monatlich stattfindenden Demonstrationen in Tokio sind zum lautstarken Ausdruck dieses Wandels geworden, den vor einem Jahr noch niemand antizipiert hatte. Ihren Anfang nahmen sie nur einen Monat nach der Dreifachkatastrophe, als sich 15'000 Menschen in Tokio zum Protest gegen die Atomenergie versammelten. Es war der grösste Protestzug in Japan seit den 1970er-Jahren. Ein halbes Jahr später wuchs diese Zahl auf 60'000 an.

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