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Der Betrüger, den man mögen muss

Keiner hat die Kunstwelt so schön aufs Kreuz gelegt wie Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi. Jetzt erzählen ein Dokumentarfilm und eine Autobiografie, wie virtuos er dabei vorging.

Ein genialer Leger falscher Spuren: Szene aus dem Film Beltracchi – «Die Kunst der Fälschung». Foto: Senator Film Verleih.
Ein genialer Leger falscher Spuren: Szene aus dem Film Beltracchi – «Die Kunst der Fälschung». Foto: Senator Film Verleih.

Was tun, wenn man ein gefälschtes Gemälde verkaufen will, aber Grossvaters Kunstsammlung, aus der es angeblich stammt, nie existiert hat? Man täuscht den Käufer mit einem manipulierten Fotobeweis, sprich: tapeziert eine Ecke des eigenen Schlafzimmers nach der ­damaligen Mode, stellt antike Möbel ­hinein, hängt das gefälschte Bild an die Wand und setzt die verstorbene Oma (beziehungsweise die Komplizin in ­Seidenbluse) davor. Dann der Schnappschuss mit Uralt-Kamera und Vintage-Fotopapier, die Ecken ausgefranst – und fertig ist die Finte.

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