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Wer wirklich bei «Pulp Fiction» hätte mitspielen sollen

Fast alle Darsteller im Gangsterfilm von Tarantino gehörten nicht zur ersten Wahl. Ursprünglich hätten nicht einmal Uma Thurman und John Travolta den Twist tanzen sollen.

Er ist einer der bedeutendsten Gangsterfilme der Neunzigerjahre, ein Prototyp des postmodernen Films, ein Tarantino, der den Filmemacher erst zum Starregisseur nobilitierte: «Pulp Fiction» (1994) – eine brutale Komödie mit prägnanten Dialogen, viel Blut, bizarrem Sex, reichlich Drogen und gefühllos lässiger Gewalt. Wenn ein Film als Kult bezeichnet werden darf, dann dieses vernichtend selbstbewusste Drama von Quentin Tarantino.

«Pulp Fiction» gewann etliche Preise, unter anderem die zwei grössten Filmauszeichnungen überhaupt: Die Goldene Palme und den Oscar für das beste Drehbuch. Aber nicht nur Filmemacher, auch die Schauspieler wurden geehrt: John Travolta, Samuel L. Jackson und Uma Thurman bekamen zu Recht Oscarnominierungen.

Erstaunlich, dass dieser legendäre Cast von Tarantino gar nicht gewollt war. Einige Pre-Production-Dokumente sickerten jetzt auf Reddit durch und verraten, dass es sich bei fast allen um die zweite oder gar dritte Wahl handelte und einige Namen nicht einmal auf der Liste zu finden waren. Hätte der Filmemacher seinen Wunschcast gekriegt, hätte der Film ein völlig anderes Gesicht gehabt:

Vincent Vega

John Travolta

Die Rolle des lakonischen Vincent Vega wurde ursprünglich für Michael Madsen geschrieben, der bereits in «Reservoir Dogs» (1992) die Rolle des «Mr. Blonde» Vic Vega spielte. In den originalen Cast-Dokumenten steht, dass Travolta eine «sehr, sehr starke zweite Wahl» ist, aber auch Alec Baldwin und Michael Keaton infrage kämen.

Mia Wallace

Uma Thurman

Die Frau von Marsellus Wallace sollte eigentlich Virginia Madsen spielen. Weitere Optionen waren Marisa Tomei, Patricia Arquette und Robin Wright. Thurman wurde gar nicht erst als Gangsterbraut in Betracht gezogen, ihr Name steht nicht auf der Liste.

Jules Winnfield

Samuel L. Jackson

Auch Samuel L. Jackson gehörte nicht zur ersten Wahl. Tarantino wollte für den Part des brutalen Winnfield lieber Laurence Fishburne oder Eddie Murphy. Beide waren jedoch mit anderen Dreharbeiten beschäftigt.

Pumpkin

Tim Roth

Er eröffnet den Film mit einem grandiosen Überfall: Der bekloppte Ringo – von seiner Freundin liebevoll Pumpkin (Kürbis) genannt – sollte ursprünglich von Johnny Depp gespielt werden. Auch Christian Slater, Gary Oldman und Nicolas Cage kamen infrage.

Honey Bunny

Amanda Plummer

Yolanda, die Freundin von Ringo, die von ihrem Liebsten Honey Bunny genannt und in die Kriminalität reingezogen wird, hätte auch das Gesicht von Patricia Arquette, Lili Taylor oder gar Jennifer Jason bekommen können.

Butch Coolidge

Bruce Willis

Auch die Rolle von Butch war nicht für Bruce Willis vorgesehen. Tarantino schrieb die Rolle für Matt Dillon, konnte sich aber auch gut Sean Penn oder Nicolas Cage für den Part vorstellen.

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