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Der Frauenheld

Am Mittwoch startet das 66. Filmfestival von Locarno. Zu sehen ist auch eine Retrospektive mit dem Werk von George Cukor. Kein anderer Hollywoodregisseur inszenierte Frauen so schön und so stark wie er.

Simone Meier
Abgesehen von seiner homosexuellen Neigung gehörte sein «lustvolles, turbulentes, charmantes Werk ganz und gar den Frauen»: George Cukor küsst Marilyn Monroe auf dem Set von «Something's Got To Give». (30. April 1962)
Abgesehen von seiner homosexuellen Neigung gehörte sein «lustvolles, turbulentes, charmantes Werk ganz und gar den Frauen»: George Cukor küsst Marilyn Monroe auf dem Set von «Something's Got To Give». (30. April 1962)
Keystone
Der Anwalt und die Anwältin: In «Adam's Rib» (1949) lässt sich Hepburn scheiden.
Der Anwalt und die Anwältin: In «Adam's Rib» (1949) lässt sich Hepburn scheiden.
Moviediva.com
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Man nannte sie «Seafood». Die jungen, muskulösen Matrosen von Long Beach, die George Cukor (1899–1983) so gerne vernaschte. Gegen Geld. Weil er privat an Romantik und festen Bindungen bis auf ein einziges Mal in seinem Leben nicht interessiert war. Wenn sie sehr schön waren, setzte er sie als Statisten in seinen Filmen ein. An Sonntagabenden veranstaltete er mondäne Schwulenpartys in seiner üppig verkitschten Villa in den Hollywood Hills, sein grösster Konkurrent war dabei der Komponist Cole Porter. An Cukors Partys war das Essen besser, bei Porter die Musik.

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