Zum Hauptinhalt springen

Der heitere Widerspenstige

Der Schweizer Dokumentarfilmer Peter Liechti ist tot. Mit ihm haben wir einen der klügsten und originellsten Köpfe der Filmszene verloren. Ein Nachruf.

Eigenwilliger Filmer: Peter Liechti filmte, was ihn persönlich umtrieb. Sein Werk spottet klassischer Genre-Zuweisungen.
Eigenwilliger Filmer: Peter Liechti filmte, was ihn persönlich umtrieb. Sein Werk spottet klassischer Genre-Zuweisungen.
Keystone
Im März noch gewann der 63-Jährige für seinen letzten Film «Vaters Garten. Die Liebe meiner Eltern» den Schweizer Filmpreis.
Im März noch gewann der 63-Jährige für seinen letzten Film «Vaters Garten. Die Liebe meiner Eltern» den Schweizer Filmpreis.
Keystone
Nun ist Peter Liechti nach langer Krebskrankheit in Zürich gestorben.
Nun ist Peter Liechti nach langer Krebskrankheit in Zürich gestorben.
Keystone
1 / 3

Jetzt, da der Dokumentarfilmer Peter Liechti gestorben ist nach schwerer, lang bekämpfter Krankheit, ist man sehr versucht, sein Werk, das späte vor allem, von diesem Ende her zu lesen. Als ob doch einfach Spuren und Ahnungen von Abschied zu finden sein müssten. Als ob ein Kreis sich schon habe schliessen wollen in seinem letzten Film, «Vaters Garten», einer kunstvollen, versöhnlichen Wiederannäherung an die Eltern, die er verloren und sozusagen abgehängt hatte für lange Jahre und die doch in seiner Seele waren, als ein Stück von ihm in ihrem würdigen Bünzlitum. Oder in seinem vorletzten Film, «The Sound of Insects», dieser meisterhaften Kombination von Tönen und Bildern über ein einsames menschliches Sterben mitten in einer Natur von gleichgültiger Schönheit.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.