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«Der perverseste Film, den ich je gesehen habe»

Mathieu Seilers neues Werk «True Love Ways» sorgt beim Publikum für Entrüstung. Am Festival Nifff wird der Film über das dunkle Verlangen einer Frau aber beklatscht werden.

Es war Mathieu Seiler, um den sich damals ein Kreis bildete. Das war 1996 an den Filmtagen in Solothurn, der Moderator fürs Publikumsgespräch war nach der Vorführung von «Stefanies Geschenk» einfach verschwunden. Also lotste Seiler die verbliebenen Zuschauer ins Foyer. Da stand er dann in der Mitte, um ihn bildete sich eine Traube aus Menschen, und einige beschimpften ihn geradeheraus. «Zum Glück hatten sie keine Tomaten dabei», sagt Seiler beim Treffen in Berlin lachend, wo der 41-jährige Filmemacher seit längerem lebt, so wie andere Schweizer Regisseure, Oliver Rihs oder Manuel Flurin Hendry etwa. «Eine Zuschauerin regte sich darüber auf, dass der Film den Selbstmord verherrliche.» Die erotische Darstellung einer Minderjährigen muss manche auch gestört haben, und man nannte «Stefanies Geschenk» einen «perversen» Film.

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