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Der Schöpfer der lustigsten Filme aller Zeiten ist tot

Blake Edwards, der Regisseur von «Pink Panther» und «Breakfast at Tiffany’s», ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Seine Filme lehrten das Publikum, immer mit dem Unerwarteten zu rechnen.

Es gibt nur wenige Hollywood-Regisseure, deren Filme dazu einladen, derart gründlich missverstanden zu werden, wie Blake Edwards. Seinem Kino eignet eine heikle Doppelbödigkeit, eine Spannung zwischen den Oberflächenreizen, der Ernsthaftigkeit und der Konsequenz, mit der er seine thematischen Obsessionen verfolgte. Gibt es einen trefflicheren Schauplatz, um von der Angst vor dem Altern zu erzählen, als das pastellfarbene, von joggenden Strandschönheiten und Fitness-Aficionados bevölkerte Südkalifornien, das er in «Ten» (1978) ausmalt – einem seiner grössten Erfolge und zugleich verkanntesten Filme? Und überhaupt: Wie konnte einer gleichzeitig ein Romantiker, ein scharfsichtiger Chronist sich wandelnder Geschlechterverhältnisse und ein hinterlistiger Slapstick-Regisseur sein?

Edwards war zeit seiner Karriere ein Equilibrist, der in seinem Inszenierungsstil die Balance schaffte zwischen grosser Eleganz und Momenten hinreissend schlechten Geschmacks. So blieb er in Hollywood stets ein Aussenseiter, obwohl er am 26. Juli 1922 mitten ins Filmgeschäft hineingeboren wurde: Sein Grossvater war ein Stummfilmpionier, sein Vater Produktionsleiter. In den Vierzigerjahren begann er als Darsteller und Drehbuchautor – vor allem für seinen engsten Freund Richard Quine –, arbeitete in den Fünfzigern als Autor für Radio und Fernsehen und inszenierte 1955 seinen ersten Film «Bring Your Smile Along».

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