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Der Schrecken danach

Vor einem Jahr stürmten zwei Islamisten die Redaktion von «Charlie Hebdo» und töteten elf Personen. Überlebende berichten nun im Film «Je suis Charlie» vom Attentat.

Der Film teilt das überhöhte Pathos nach dem Anschlag nur stellenweise. Foto: PD
Der Film teilt das überhöhte Pathos nach dem Anschlag nur stellenweise. Foto: PD

Ergreifend sind die Passagen, in denen die Karikaturistin Coco (bürgerlicher Name: Corinne Rey) erzählt, wie sie die Redaktion von «Charlie Hebdo» etwas früher verlässt, um ihre Tochter in der nahe gelegenen Kinderkrippe abzuholen. Vorher will sie aber noch mit einer Sekretärin eine Zigarette rauchen. Als die Frauen vor dem Redaktionsgebäude stehen, tauchen plötzlich zwei Männer mit Kalaschnikows auf. Sie fordern Coco auf, an der Eingangstüre den Code einzugeben. «Wir wollen Charb!», schreien sie. Die Zeichnerin, das Gewehr am Rücken, tippt die Geheimzahl ein, und als Coco dies erzählt, kommen ihr die Tränen. Die islamistischen Terroristen richten ein Blutbad an. Zum ersten Mal habe sie gehört, wie es töne, wenn Schüsse abgefeuert werden: Es sei ein trockenes «Tak, Tak, Tak».

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