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Der Schwarzromantiker

Für «Alien» gewann H. R. Giger 1980 einen Oscar. Aber die Zusammenarbeit des Künstlers mit Hollywood war nicht reibungslos.

H. R. Giger ist am Montag, 12. Mai 2014, im Spital den Verletzungen erlegen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. (Archivaufnahme 1995)
H. R. Giger ist am Montag, 12. Mai 2014, im Spital den Verletzungen erlegen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. (Archivaufnahme 1995)
Keystone
Für seine Mitwirkung an «Alien» wurde Giger 1980 ein Oscar in der Kategorie «Beste visuelle Effekte» verliehen, und sein Stil wurde einem breiteren Publikum bekannt.
Für seine Mitwirkung an «Alien» wurde Giger 1980 ein Oscar in der Kategorie «Beste visuelle Effekte» verliehen, und sein Stil wurde einem breiteren Publikum bekannt.
Keystone
... Kunsthaus Wien. (2011)
... Kunsthaus Wien. (2011)
Robert Jaeger, Keystone
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An H. R. Giger, den Schöpfer des welt- und weltraumberühmten «Aliens», hat man sich das letzte Mal sofort wieder erinnert, als im neuen «Godzilla»-Film diese seltsamen Godzilla-Abkömmlinge über Häuser und Menschen hinwegstampften: diese insektenhaft gepanzerten Kreaturen, gelenkige Riesen mit Köpfen wie stromlinienförmige Helme, stahlzähnig und giftig geifernd. Derart nämlich schmarotzt Hollywood bereits seit Jahrzehnten an der Düsterfantasie eines Schweizer Albträumers, der seinerzeit für den Regisseur Ridley Scott dieses ungemein bewegliche, vollendet schöne und abstossende Raubtier entwarf, den Inbegriff einer amoralischen, verheerenden biomechanoiden Natur.

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