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Der Spiessertraum von der Freiheit

Der Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig spielt auf hohem Niveau. Zu hoch für Tom Tykwer.

Tragikomödie für ein postmodernes Bildungsbürgertum: Szene aus «Drei» des deutschen Regisseurs Tom Tykwer.
Tragikomödie für ein postmodernes Bildungsbürgertum: Szene aus «Drei» des deutschen Regisseurs Tom Tykwer.
PD

Kurz vor dem Film, es ist schon dunkel im Kino, wird uns plötzlich blond vor Augen. Ein Wesen wie von einem anderen Stern huscht in den Saal und setzt sich genau vor uns hin, das platinblonde Haar im Nacken ganz kurz geschoren. Diese Frisur gibt es nur einmal auf dieser Welt, und tatsächlich, der Nacken gehört zu Tilda Swinton. Wie soll man sich da noch auf den Film konzentrieren? Der bärtige junge Mann an ihrer Seite wird die nächsten zwei Stunden an ihr kleben wie ein frisch verliebter Teenager, und als auf der Leinwand wie aus dem Nichts ein Flugzeug in einen See stürzt, klatscht weiter rechts ein breiter Kerl begeistert in die Hände. Das ist Quentin Tarantino, der Präsident der Jury. Willkommen an der Mostra.

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