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«Die Behörden fragten, warum in meinem Film so viele Leute sterben müssen»

Ein Land nimmt Kurs aufs Chaos: Der chinesische Filmregisseur Jia Zhangke im Gespräch über sein gnadenloses Gesellschaftsporträt «A Touch of Sin».

Gnadenloses Gesellschaftsporträt: Szene aus «A Touch of Sin».
Gnadenloses Gesellschaftsporträt: Szene aus «A Touch of Sin».
Filmcoopi
Abschied beim Zug: Szenenbild aus «A Touch of Sin».
Abschied beim Zug: Szenenbild aus «A Touch of Sin».
Filmcoopi
Mit dem Goldenen Löwen: Jia Zhangke nach seiner Auszeichnung in Venedig für «Still Life», 9. September 2006.
Mit dem Goldenen Löwen: Jia Zhangke nach seiner Auszeichnung in Venedig für «Still Life», 9. September 2006.
Reuters
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In «A Touch of Sin» zeichnen Sie ein bitteres Bild des heutigen Chinas, ein Bild von Verzweiflung, Mord und Ausbeutung. Verstehen Sie Ihren Film als eine Form von Protest?

In gewisser Weise schon. In den letzten zwei Jahren kam es in China zu gewalttätigen Ereignissen, von denen man über verschiedene Social-Media-Kanäle erfahren hat. Als sich solche Vorfälle häuften, wollte ich mit den Mitteln des Kinos herausfinden, woher die Gewalt rührt. Wie kommt es zu solchen gesellschaftlichen Entwicklungen? Ich wollte den Gefühlszustand des Landes verstehen.

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