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«Die Fakten waren die Vorgabe»

«Spotlight»-Regisseur Thomas McCarthy sagt, warum er in seinem Oscar-gekrönten Drama authentisch bleiben wollte.

Mit Thomas McCarthy sprach Pascal Blum
Spielte selbst einen unfähigen Reporter in «The Wire»: Regisseur Thomas McCarthy in New York. Foto: Keystone
Spielte selbst einen unfähigen Reporter in «The Wire»: Regisseur Thomas McCarthy in New York. Foto: Keystone

«Spotlight» nahm Recherchen des «Boston Globe» zum Missbrauch in der katholischen Kirche als Vorlage. Wie viel mussten Sie dazuerfinden?

Der grösste Teil ist die ungeschönte Wahrheit. Die Berichterstattung der Zeitung zu den Missbrauchsfällen war deshalb so stark, weil sie sehr sauber gearbeitet war, da war alles schwarz und weiss. Das Faktische war auch unsere Vorgabe für die Ästhetik. Ich wollte den Film nicht stilistisch überhöhen, weil ich fürchtete, dass dadurch die Authentizität unterlaufen würde. Das war mir sehr wichtig: Ich wollte nicht mich selber zur Schau stellen, weil das Publikum dann Abstand nähme vom Drama.

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