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Die Kraft der Leichtigkeit

Wo wäre die Liebeskomödie heute ohne die Filme des Franzosen Éric Rohmer? Eine Retrospektive in Zürich und eine vergnügliche neue Biografie geben Aufschluss darüber.

Szene aus dem Rohmer-Film «L'Amour l'après-midi».
Szene aus dem Rohmer-Film «L'Amour l'après-midi».

Man muss wohl schon eine Weile mit den Filmen von Éric Rohmer zugebracht haben, um im Park wie ein Depp eine junge Frau anzustarren. Sitzt im Gras, der Wind lässt ihren Rock und die Seiten ihres aufgeklappten Buches ein bisschen flattern, und man denkt: Kenn ich von Rohmer, aber das gibts ja tatsächlich! So eine Chloé oder Claire wird das sein, liest vermutlich die gesammelten Werke von Rousseau und muss bestimmt gleich wieder los, um ihren Freund vor die Tür zu setzen, den zweiten in dieser Woche. Gut, vielleicht liest sie auch nur Murakami, aber erfunden hat die junge Frau im Gras Éric Rohmer, vor ihm gabs so etwas nicht oder man hat sich nicht geachtet: Was man aus dem Kino kennt, findet sich im Leben – so wie Éric Rohmer Beziehungsfilme machte aus dem Leben heraus und damit zu jenem Regisseur der Nouvelle Vague wurde, von dem heute vielleicht am meisten bleibt.

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