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Die Melancholie der Liebe 3.0

In «Her» verliebt sich Joaquin Phoenix in ein Betriebssystem mit der Stimme von Scarlett Johansson. Spike Jonze weckt mit seiner Zukunftsvision Gefühle.

Sprich mit ihr: Joaquin Phoenix hängt sehr an einer Maschine. Foto: Ascot Elite
Sprich mit ihr: Joaquin Phoenix hängt sehr an einer Maschine. Foto: Ascot Elite

Ping, macht das Ding. Es sagt «Hello, I’m here.» Wo hier? Im Computer. Der Computer spricht mit einer freundlichen, tiefen, heiseren Frauenstimme. «How do you do?», fragt er. Gut, danke, sagt Theodore, der menschliche Benutzer. «I’m Samantha», erklärt die Maschine. Theodore staunt. Was ist das?

Es ist der Beginn einer Liebe zwischen Mann und Maschine. Oder anders: zwischen einem psychischen und einem digitalen System. Beide wirken sehr menschlich. Vor dem Schirm sitzt Theodore, der Mann mit der nestelnden Nervosität. Im Computer lebt Samantha, die Software mit der programmierten Natürlichkeit. Sie sortiert auch Mails, doch wenn Theodore die Brille auf die Nase schiebt, macht Samantha «hm». So was tun Computer sonst nie.

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